Isis-Propaganda: Mit Game-Ästhetik Extremisten anwerben
Aktualisiert

Isis-PropagandaMit Game-Ästhetik Extremisten anwerben

Al-Furqan Media produziert Propagandafilme für die Terrorgruppe Isis. Dabei setzen die Produzenten sehr gekonnt auf Stilelemente aus bekannten Ego-Shootern.

von
Philipp Stirnemann

Um junge Männer aus der Schweiz und Deutschland für den Dschihad anzuwerben, veröffentlicht die Terrorgruppe Isis im Internet die Propaganda-Filmreihe «Das Klirren der Schwerter». Die hochprofessionell inszenierten und in lupenreinem Deutsch untertitelten Filme ästhetisieren den Terror im Irak und setzen dabei auf Stilelemente, die dem Zielpublikum aus Ego-Shootern wie «Call of Duty» oder «Battlefield» bestens vertraut sind.

Seien es Exekutions-Aufnahmen aus der Ich-Perspektive, Sprengsatz-Angriffe aus dem Hinterhalt oder Scharfschützen-Szenen: Wer sich auch nur wenige Minuten der überaus brutalen «Klirren der Schwerter»-Episoden anschaut, fühlt sich immer wieder an besagte Baller-Games erinnert - mit dem markanten Unterschied, dass sich «Das Klirren der Schwerter» aus real gefilmten Szenen zusammensetzt. Zwar wurden die Bilder teilweise im Nachhinein bearbeitet, doch muss grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass es sich um Aufnahmen wirklicher Begebenheiten handelt.

Ausschnitte aus dem Isis-Propagandafilm «Klirrende Schwerter»

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