21.02.2019 15:08

Zürich

Mit Gebühren gegen die Flut von E-Trottinetten?

Anbieter von Mietvelos und E-Trottinetten bezahlen bisher keine Gebühr für die Nutzung des öffentlichen Grunds. Das könnte sich ändern.

von
tam
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Die Stadt überlegt sich, von den Anbietern eine Gebühr für das Abstellen von E-Trottinetten auf dem Trottoir zu erheben.

Die Stadt überlegt sich, von den Anbietern eine Gebühr für das Abstellen von E-Trottinetten auf dem Trottoir zu erheben.

Mit ein Grund dafür sind die vielen Firmen mit E-Scootern, die Interesse angemeldet haben, ihre Geräte in Zürich anzubieten.

Mit ein Grund dafür sind die vielen Firmen mit E-Scootern, die Interesse angemeldet haben, ihre Geräte in Zürich anzubieten.

Nicolas Armer
Noch ist aber offen, wie die neuen Regeln aussehen. Statt Gebühren könnten laut Stadt auch Obergrenzen für die Anbieter definiert werden.

Noch ist aber offen, wie die neuen Regeln aussehen. Statt Gebühren könnten laut Stadt auch Obergrenzen für die Anbieter definiert werden.

Keystone/Walter Bieri

Smide, Lime, Bird und Flash – in Zürich stehen immer mehr Mietvelos und E-Trottinette auf den Trottoirs. Bisher müssen die Anbieter nichts bezahlen, wenn sie den öffentlichen Grund als Abstellplatz nutzen. Das könnte sich bald ändern. Das städtische Tiefbauamt arbeitet derzeit an neuen Regeln. Evaluiert wird eine Gebührenordnung oder alternativ eine Obergrenze der erlaubten Fahrzeuge.

Darüber sind die Anbieter informiert worden, die nach dem sogenannten Free-Floating-System operieren, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Auf Anfrage der Zeitung heisst es beim Tiefbau- und Entsorgungsdepartement aber, dass noch nichts fix sei. Offen sei auch, wie hoch die allfälligen Gebühren sein sollen und nach welchen Kriterien sie erhoben würden.

Viele Anbieter wollen nach Zürich

Dass die Stadt über die Bücher geht, liegt an den vielen Anbietern, die auf den Markt drängen. Laut Sprecher Pio Sulzer haben sich weitere Firmen gemeldet, die noch nicht in der Stadt präsent sind. Allein für E-Scooter seien es ein Dutzend. Hinzu kommen Anbieter von Velos sowie drei- und vierrädrigen Elektrofahrzeugen. Ebenfalls einen Einfluss hatten die vielen Briefe von Einwohnern, die beim Departement eingegangen sind. Sie stören sich am derzeitigen Zustand.

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