Aktualisiert

ErwischtMit Gemüseschmuggel Millionen verdient

Die Zollverwaltung in Lugano hat einen Millionenbetrug bei der Einfuhr von Gemüse aus Italien aufgedeckt. Ein Tessiner Früchte- und Gemüsehändler soll mittels falschen Rechnungen und heimlichen Einfuhren über eine Million Franken hinterzogen haben.

Hintergrund ist die Kontingentierung gewisser Landwirtschaftserzeugnisse, für die ein erhöhter Zoll zu entrichten ist. Der Händler soll Waren falsch deklariert haben. Er gab etwa Pfirsiche zu vier Franken Zoll pro 100 Kilogramm statt Cherry Tomaten an, für die 731 Franken pro 100 Kilo zu berappen gewesen wären. Die Ermittlungen begannen 2005, anlässlich der Kontrolle eines Lastwagens aus Italien der Frischgemüse enthielt, das nicht der vorgelegten Rechnung entsprach. Die Ware wurde beschlagnahmt und Italien um Rechtshilfe gebeten. Dies führte zu einer Import-Export-Firma in der Lombardei.

Insgesamt soll der Schweizer Händler in der Zeit zwischen 2003 und 2006 die Zollverwaltung um über eine Million Franken geprellt haben. Alle in den Fall verwickelten Personen müssen laut Mitteilung mit sehr hohen Bussen rechnen. Auf italienischer Seite ist die Guardia di Finanza zuständig.

(dapd)

Deine Meinung