Mit Gleitschirm auf Geröllhalde gestürzt
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Mit Gleitschirm auf Geröllhalde gestürzt

Dramatische Rettungsaktion in Zürich-Leimbach: Ein Gleitschirmflieger ist am Sonntagabend auf eine Geröllhalde abgestürzt.

D.L. sass gerade auf der Terrasse seiner Wohnung in Zürich-Leimbach, als plötzlich aus heiterem Himmel einer der vielen Gleitschirmflieger abstürzte, die oberhalb der Felsenegg kreisten: «Ich traute meinen Augen nicht, als er wie ein Stein dem Boden entgegenraste», erzählt er. Bei der Stadtpolizei Zürich ging sofort eine Alarmmeldung ein und auch die Rega wurde informiert.

«Weil der Flugsportler in eine Waldschneise bei der Balderen gestürzt war und dort auf einer unwegsamen Geröllhalde liegen blieb, war es schwierig, ihn zu bergen», sagt Rega-Sprecher Thomas Kenner. Wertvolle Minuten verstrichen, da für den Einsatz der Rettungshelikopter aus Uri eingeflogen werden musste – der Zürcher Helikopter ist nicht mit einer Seilwinde ausgerüstet. D.L.: «Es war dramatisch. Die Rega musste über der Unfallstelle einen Arzt abseilen.» Der an Beinen und Rückenwirbeln schwer verletzte Mann wurde in einen Tragsack gesteckt und ins Triemlispital geflogen, wo er operiert werden musste. Sein Zustand ist stabil.

Der Grund für den Unfall ist nicht bekannt. «Es ist nicht das erste Mal, dass bei der Felsenegg ein Gleitschirmflieger abgestürzt ist», sagt Polizeisprecher Michael Wirz.

Alexandra Roder

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