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MedizinMit Google-Technologie Brustkrebs erkennen

Brustkrebs früh zu diagnostizieren, ist entscheidend im Behandlungsprozess. Nun könnte künstliche Intelligenz dabei helfen.

von
roy
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2018 erkrankten in der Schweiz 6000 Frauen an Brustkrebs: Die Mammographie einer weiblichen Brust mit meinem auffälligen Gewebsteil. (Archivbild)

2018 erkrankten in der Schweiz 6000 Frauen an Brustkrebs: Die Mammographie einer weiblichen Brust mit meinem auffälligen Gewebsteil. (Archivbild)

AP/Markus Schreiber
Der südkoreanische Go-Spieler Lee Sedol stellte sich im März 2016 einem Duell mit Googles Deepmind-Technologie. (15. März 2016)

Der südkoreanische Go-Spieler Lee Sedol stellte sich im März 2016 einem Duell mit Googles Deepmind-Technologie. (15. März 2016)

AP/lee Jin-man
Lee Sedol verlor dreimal hintereinander.

Lee Sedol verlor dreimal hintereinander.

AP/lee Jin-man

Künstliche Intelligenz (KI) könnte einer amerikanischen und britischen Studie zufolge bei der Früherkennung von Brustkrebs helfen. Demnach soll KI Krebsarten mit einem ähnlichen Grad an Genauigkeit identifizieren wie erfahrene Radiologen. Die mit Googles KI «DeepMind» durchgeführte Studie wurde in der Fachzeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Die Anzahl der falschen positiven Ergebnisse in der US-basierten Gruppe reduziere sich um 5,7 Prozent, in der in Grossbritannien ansässigen Gruppe um 1,2 Prozent. Auch die Anzahl der falschen negativen Test, bei denen Ergebnisse fälschlicherweise als normal eingestuft werden, würden mit Hilfe der KI um 9,4 Prozent in der US-Gruppe und um 2,7 Prozent in der britischen Gruppe gesenkt werden.

Weltweit sind eine von acht Frauen von Brustkrebs betroffen. Er gilt als die Todesursache Nummer eins bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren. Weltweit starben 2018 geschätzt 627'000 Frauen daran, etwa eine Million neue Fälle wurden diagnostiziert. In der Schweiz erkrankten etwa 6000 Frauen an Brustkrebs, 1372 starben daran. Wird die Krankheit früh erkannt, ist sie zu 90 Prozent heilbar. (roy/sda)

Brustkrebs

Weltweit wird bei mehr als 1,3 Millionen Frauen pro Jahr Brustkrebs diagnostiziert, etwa 500 000 Frauen sterben daran. Laut Informationen der Krebsliga erkranken jedes Jahr etwa 5300 Frauen und 30 bis 40 Männer an einem Mammakarzinom. Risikofaktoren sind unter anderem das Alter, die erbliche Veranlagung oder Übergewicht. Auch die weiblichen Hormone spielen häufig eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs. Etwa zwei Drittel der bösartigen Brusttumoren wachsen in Relation zu den Geschlechtshormonen, insbesondere zum Östrogen. So gelangen in der Krebstherapie neben der Standardbehandlung auch Medikamente zum Einsatz, die antihormonell wirken.

Das in den USA entwickelte Medikament Aromasin gehört zur Gruppe der Aromatasehemmer. Bislang wurde das Arzneimittel zur Zusatzbehandlung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet. Neuerdings soll es auch zur Prävention eingesetzt werden, allerdings nur bei Frauen mit erhöhtem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Eine US-Studie hat ergeben, dass die Nebenwirkungen geringer sind als bisher angenommen. Freilich stehen weitere Untersuchungen noch aus.

dapd/rre

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