Aktualisiert 18.12.2008 17:04

Tumult im ParlamentMit Hämmern und Wasserspritzen

Wegen Kontroversen über ein Handelsabkommen mit den USA sind im südkoreanischen Parlament Oppositionsanhänger auf Mitglieder der konservativen Regierungspartei losgegangen.

Nach Angaben von Fotografen versuchten rund 150 Abgeordnete der Opposition, ihre Kollegen von der regierenden Grand National Party (GNP) gewaltsam aus dem Parlament zu vertreiben, als diese mit der Ratizifierung des Abkommens beginnen wollten.

Mit Hämmern und Wasserspritzen verfolgten sie die GNP- Abgeordneten weiter, als diese sich hinter Stühlen und Sofas in einen Ausschussraum verschanzten. Den Sicherheitskräften gelang es erst mit Hilfe von Feuerlöschern, die aufgebrachten Parlamentarier auseinander zu bringen.

Das geplante Abkommen, das die Wiederaufnahme der Rindfleischimporte aus den USA regeln soll, hatte im ganzen Land zu Massenprotesten geführt. Die Südkoreaner werfen ihrer Regierung vor, im April auf Druck Washingtons und ohne die nötigen Gesundheitskontrollen die Rindfleischimporte wieder aufgenommen zu haben.

Die USA hatte die Wiederaufnahme der Importe zur Bedingung gemacht, um ein im April 2007 unterzeichnetes Freihandelsabkommen mit Südkorea zu ratifizieren.

(sda)

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