Mit Hammer gefoltert – Polizei befreit Kryptomillionär aus Mafia-Haus
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Millionen verschwundenMit Hammer gefoltert – Polizei befreit Kryptomillionär aus Mafia-Haus

Die Polizei hat einen 39-Jährigen aus einem Haus in Hongkong gerettet. Laut den Behörden soll das Opfer von der chinesischen Mafia wegen seines Kryptovermögens entführt worden sein.

von
Tobias Bolzern
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Eine Fraktion der chinesischen Mafia (Triaden) soll einen Kryptomillionär in Hongkong entführt haben.

Eine Fraktion der chinesischen Mafia (Triaden) soll einen Kryptomillionär in Hongkong entführt haben.

Hongkong Police
Sie lockten den Mann dazu in ein Industriegebiet, erklärt Alan Chung von der Hongkonger Polizei. 

Sie lockten den Mann dazu in ein Industriegebiet, erklärt Alan Chung von der Hongkonger Polizei.

Hongkong Police
Dort sollen sie den Mann mit einem Hammer gefoltert haben, um Geld zu erpressen, erklärt die Polizei. 

Dort sollen sie den Mann mit einem Hammer gefoltert haben, um Geld zu erpressen, erklärt die Polizei.

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Darum gehts

  • Die chinesische Mafia hat einen Kryptomillionär entführt.

  • Sie wollten von seiner Familie ein Lösegeld erpressen.

  • Da er nicht kooperierte, folterten sie ihn mit einem Hammer.

  • Die Polizei konnte ihn schliesslich aus einem Haus befreien.

  • Der 39-Jährige wurde mit Verletzungen ins Spital gebracht.

Der Polizei gelang in China eine dramatische Rettungsaktion: Im Norden von Hongkong haben Beamten ein Haus gestürmt und dabei einen Mann befreit, der seit über einer Woche verschwunden war. Laut offiziellen Angaben handelt es sich bei dem Mann um einen 39-jährigen Kryptomillionär.

Dieser soll nach Angaben der «South China Morning Post» von Triaden – der chinesischen Mafia – entführt worden sein. Die Kriminellen forderten offenbar von der Familie ein Lösegeld in Höhe von 30 Millionen HK-Dollar. Das entspricht umgerechnet rund 3,5 Millionen Franken.

In Falle gelockt

Die Mafia-Mitglieder sollen den Mann in einem Industriequartier in Kowloon Bay in eine Falle gelockt haben. Dort wurde er in einer Halle von mehreren Männern überrumpelt. In der Nacht wurde der 39-Jährige erst in ein Containerlager und am nächsten Tag unter strenger Bewachung in ein Haus im Stadtteil Tai Po gebracht.

Nach den Angaben der «South China Morning Post» gelang der 39-Jährige ins Visier der Triaden, da er teure Uhren trug und einen Supercar «im Wert von mehreren Millionen Hongkong-Dollar» fuhr. Der Mann sei aber weder berühmt noch «extrem reich» gewesen, heisst es.

Mit Hammer gefoltert

Weil sich der Mann trotz Einschüchterungen weigerte, seine Familie anzurufen, griffen die Kriminellen laut einem Insider zu handgreiflichen Methoden. Sie sollen den 39-Jährigen mit einem Hammer gefoltert haben, wobei er mehrere Brüche an den Beinen erlitt. Nach der Rettung wurde er ins Spital gebracht.

Nachdem die Familie nach dem Verschwinden des Mannes die Polizei alarmiert hatte, führten Ermittlungen der Polizei zu dem Haus in Tai Po. Bei der Razzia wurden vor Ort zwei Männer verhaftet. Später wurden im Zusammenhang mit der Entführung vier weitere Männer und eine Frau verhaftet. Die mutmasslichen Täter und die mutmassliche Täterin sind nach Angaben der Polizei zwischen 25 und 32 Jahren alt.

Millionen sind weg

Die Polizei fahndet nach acht weiteren Personen, die in den Fall involviert sein sollen. Dabei soll es sich laut der Polizei um Mitglieder und den Boss der Sun-Yee-On-Fraktion der Triaden handeln. Unklar ist, ob bei der Entführung Kryptowährung gestohlen wurde. Laut einem Insider konnte sich der 39-jährige Mann nach der Rettung nicht mehr in seine Konten einloggen. Offenbar hatte er mehr als 20 Millionen Hongkong-Dollar – rund 2,3 Millionen Franken – auf seinen Konten. Die Polizei machte dazu keine Angaben.

Erst Anfang November kam es in Spanien zu einem ähnlichen Vorfall. Kriminelle sollen einen Unternehmer über Stunden gequält haben, um seine Passwörter zu erhalten. Dabei sollen sie Bitcoins im Wert mehrerer Millionen Euro erbeutet haben.

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