Tipps für Campingferien: Mit High Heels auf den Campingplatz
Aktualisiert

Tipps für CampingferienMit High Heels auf den Campingplatz

Im Sommer haben die Campingplätze in der Schweiz Hochsaison. Doch nicht alle Gäste wissen
mit dem Leben in der Natur und seinen Tücken umzugehen. Besonders Städter blamieren sich oft.

von
Andrea Schmits

Zelt aufbauen, kochen mit Gas und das Badezimmer mit wildfremden Menschen teilen: So sieht der Alltag auf dem Campingplatz aus. Viele Städter stellen sich das einfacher vor, als es ist: Völlig unvorbereitet reisen sie an und ärgern sich dann über fehlende Annehmlichkeiten. «Viele reklamieren, weil sie kein eigenes WC haben oder zur Abwaschstelle ein paar Meter laufen müssen», sagt Hugo Casutt vom Campingplatz Flims GR. «Manchmal passiert es auch, dass jemandem bei Gewitter das Zelt wegfliegt – einem Profi würde das nicht passieren.»

Für Belustigung sorgen regelmässig Gäste mit unpassender Kleidung: «Die Unter­länder reisen hier mit dem Cabrio und weissen Hosen an – und nerven sich, wenn diese schmutzig werden», so Casutt. Auch Markus Moosmann vom TCS Camping Club Zürich erkennt ungeübte Camper sofort: «Viele sind gekleidet, als wären sie im Hotel: die Männer in schicken Hosen und Polo-Shirt, die Frauen in High Heels.» Ein echter Camper trage Badehose und T-Shirt.

Laien empfiehlt Moosmann, beim ersten Mal einen erfahrenen Freund zu begleiten. Und für jene, die es bequemer mögen, gibt es so genanntes «Glamping» – das «glamourous Camping» auf einem Fünf-Sterne-Campingplatz wie dem Camping Jungfrau oder dem Manor-Farm in Interlaken: Diese bieten etwa Familienbadezimmer und gehobene Restaurants.

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