Aktualisiert 31.05.2004 19:07

Mit Horrorbildern gegen jugendliche Autorowdys

Mit Schockbildern gegen Raser und Blaufahrer: RoadCross lanciert eine Kampagne mit abschreckenden Fotos von Verkehrsunfall-Opfern.

«Die heutigen netten Kampagnen nützen kaum etwas», ist Roland Wiederkehr, Präsident der Strassenopfer-Vereinigung RoadCross, überzeugt. Er kämpfe seit langem dafür, dass die Realität gezeigt werde. Deshalb will RoadCross am 1. Januar 2005 parallel zur Einführung der Promillegrenze-Senkung von 0,8 auf 0,5 eine Kampagne mit schockierenden Bildern von Verkehrsunfall-Opfern lancieren. Auf den Plakaten wird unter anderem eine Bildserie von Jacqueline S. zu sehen sein. Die Amerikanerin wurde als Beifahrerin in einen von einem alkoholisierten Lenker verursachten Unfall verwickelt und war 45 Sekunden lang den Flammen ausgeliefert. Laut Wiederkehr werden auch Bildserien von anderen Opfern gezeigt – auch von einem Zürcher.

Bis zur Lancierung der Kampagne will RoadCross die Schockbilder in verschiedenen Schulen zeigen, um zu testen, wie sie ankommen. In Basel-Landschaft sei die Aktion der Polizei, die mit Schockbildern von tödlichen Unfällen im Kanton in die Schule gehe, bereits ein grosser Erfolg.

Cornelia Stauffer

Raserunfälle: 2 Verletzte

Zwei Blaufahrer-Unfälle haben am Samstag in Rüttenen SO zwei Verletzte gefordert. Zuerst hatte sich ein 23-jähriger alkoholisierter Fahrer überschlagen. Sein Beifahrer (26) wurde schwer verletzt. Kurz darauf produzierte ein 54-jähriger Blaufahrer eine Frontalkollision.

In Niederwil SG lieferte sich ein angetrunkener Lenker mit einem anderen Raser ein Rennen. Der Ausweis war ihm schon am Vortag wegen Alkohol am Steuer entzogen worden.

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