6 Dinge über «Tina»: Mit ihrer neuen Doku will sich Tina Turner verabschieden
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6 Dinge über «Tina»Mit ihrer neuen Doku will sich Tina Turner verabschieden

Ende März erscheint mit «Tina» ein neuer Dokumentarfilm über das Leben von Musiklegende Tina Turner. Dann will sie dem Showbusiness endgültig den Rücken kehren.

von
Katja Fischer

Welterfolg, Gewalt, Buddhismus: Der Trailer zur HBO-Doku «Tina» zeigt erste Ausschnitte.

HBO/Instagram tinaturner

Darum gehts

  • Mit «Tina» erscheint am Ende März eine neue HBO-Doku über die 81-jährige Musiklegende.

  • Noch einmal spricht Tina Turner, die in Küsnacht ZH lebt, ausführlich über ihr bewegtes Leben. Und sie zieht Bilanz.

  • Der Film sei «ein Abschluss», sagt ihr Ehemann Erwin Bach, der auch der Produzent ist.

  • Wir verraten fünf spannende Dinge rund um die Doku.

Tina Turner war skeptisch

«Warum?», hatte Weltstar Tina Turner (81) die Filmemacher vor drei Jahren bei einem Treffen gefragt, wie Regisseur Dan Lindsay laut «TV Movie» in einem Interview im Rahmen der Berlinale-Weltpremiere sagte. «Es gibt ein Buch. Einen Film. Jetzt auch noch ein Musical. Warum zum Teufel macht ihr jetzt noch eine Dokumentation über mich?» Die Antwort des Regisseurs: «Deshalb sind wir hier! Weil wir genau das herausfinden wollen.»

Es ist eine «Goodbye Story»

Die beiden Regisseure Dan Lindsay und T.J. Martin hätten schnell gemerkt «dass der Film auch eine Art ‹Goodbye Story›» werden sollte. «Ich hatte nach dem ersten Interview in Zürich das Gefühl, dass sie damit auch eine Tür zumachen möchte.»

«Diese Dokumentation ist ein Abschluss», sagt auch Turners Ehepartner Erwin Bach (65), der gleichzeitig Produzent des Films ist, im letzten Teil der Dokumentation.

Tina sah erst den fertigen Film

Auch wenn ihr Ehemann Produzent war: Das Sagen hatten die Regisseure. «Tina hat den Film erst gesehen, als er fertig war», sagte Lindsay laut Filmpluskritik.com in einem Zoom-Interview an der Berlinale. «Und Erwin haben wir vor der Fertigstellung eine Fassung gezeigt, um festzustellen, ob es etwas gibt, was wir womöglich übersehen haben. Das machen wir bei unseren Filmen immer.»

Dass Bach als Produzent amtete, hatte vor allem den Vorteil, dass er Zugang zu wichtigen Kontakten verschaffen konnte. «Wie man sich vermutlich vorstellen kann, sind viele Leute in Tinas Leben sehr beschützend und einige haben uns gesagt, dass sie regelmässig angerufen werden, um Interviews über sie zu führen. Sie lehnen immer ab», so Regisseur Lindsay.

Die schwierigen Jahre mit Ike Turner

In «Tina» werden Tina Turners vergangenen Jahrzehnte noch einmal aufgerollt: Ihre Kindheit als Tochter von Baumwollfarmern, die von ihren Eltern verlassen wird. Der Beginn ihrer steilen Karriere und ihr Werdegang zur Ikone. Und natürlich die häusliche Gewalt, die sie durch ihren ersten Ehemann Ike Turner erlebte – und die untertrennbar von ihrer Geschichte ist. «Es war kein gutes Leben», zieht Tina im Film Bilanz. Und meint damit die Jahre, bis sie Erwin Bach traf.

Ihr Leben wird in der Dokumentation in fünf Kapitel unterteilt, die ersten beiden handeln von den Jahren mit Ike Turner. «Ike war wie ein Schatten», beschreibt es eine Zeitzeugin im Film. Erwin Bach führt aus: «Es ist wie bei Soldaten, die aus dem Krieg kommen.» Sie habe erst nach Ikes Tod verstanden, dass er ein kranker Mensch gewesen sei, so Tina. «Irgendwann übernimmt die Vergebung.»

Tina hat bis heute Albträume

Trotzdem habe Tina Turner schon beim ersten Treffen mit den Regisseuren in Zürich offenbart, wie sehr sie die Dinge aus ihrer Vergangenheit bis heute verfolgen. «Wenn sie in Interviews über Ike oder andere Traumata aus ihrem Leben spricht, wird sie danach oft in ihren Träumen davon verfolgt – bis heute noch», schildert Stevens gemäss «TV Movie». «Viele Menschen glauben zwar, dass sie Tinas Vergangenheit kennen, aber eben nicht aus ihrer Sicht.»

Leben in Zürich bleibt privat

Tina und Erwin geniessen ihr Leben seit 23 Jahren in Küsnacht – privat. Der Kamera war bloss ein flüchtiger Besuch auf dem Anwesen am Zürichsee erlaubt. Gefilmt werden durfte vor allem der grosse Garten, in dem das Paar 2013 auch Hochzeit feierte.

Einen Einblick ins Innere der Villa gibts nur ganz kurz: Zu sehen ist dabei ein überdimensionales Tina-Turner-Porträt im Treppenaufgang.

«Tina» ist ab dem 27. März beim US-Streamingdienst HBO verfügbar und ab 28. März auf Sky UK. Im Sommer soll er in weiteren Ländern gezeigt werden.

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