Rorschach SG: Mit jedem geschenkten Baum wird fast eine Tonne CO₂ eingespart
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Rorschach SGMit jedem geschenkten Baum wird fast eine Tonne CO₂ eingespart

Ein Unternehmen aus Rorschach SG ermöglicht es, Paulownia-Bäume zu verschenken. Jeder Baum speichert pro Jahr rund 65 Kilogramm CO₂. Nach 14 Jahren wird das Holz des Baumes verkauft.

von
Adriel Monostori
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Ein Unternehmen aus Rorschach SG pflanzt Paulownia-Bäume, die verschenkt werden können.

Ein Unternehmen aus Rorschach SG pflanzt Paulownia-Bäume, die verschenkt werden können.

Foto: Green Wood International
Jeder Baum kann 64,8 Kilogramm CO₂ pro Jahr speichern.

Jeder Baum kann 64,8 Kilogramm CO₂ pro Jahr speichern.

Foto: Green Wood International
Die Bäume wachsen rund 14 Jahre.

Die Bäume wachsen rund 14 Jahre.

Foto: Green Wood International

Darum gehts

  • Ein Unternehmen aus Rorschach SG bietet Bäume als Geschenk an.

  • Ein Baum speichert pro Jahr rund 65 Kilogramm CO₂.

  • Die Paulownia-Bäume werden in Spanien und Deutschland gepflanzt.

  • Der Beschenkte erhält beim Fällen des Baums einen Ertragsanteil des Holzes.

CO₂ sparen und dabei noch Geld verdienen. Das Unternehmen Green Wood International AG aus Rorschach SG ermöglicht mit dem Projekt myTreeme das Verschenken von Bäumen. Seit einigen Jahren pflanzt das Unternehmen mit Sitz in der Ostschweiz Paulownia-Bäume auf seinen Plantagen in Europa. Das Investitionsmodell, bei dem mindestens 15 Bäume gekauft werden mussten, hat das Unternehmen nun mit einem weiteren Angebot erweitert. «Wir haben vermehrt Anfragen von Kunden bekommen, die einzelne Bäume kaufen wollen oder sogar verschenken möchten», sagt Friedrich Oldenburg von Green Wood International. Das Angebot wurde nun ins Leben gerufen. Ein Baum kostet umgerechnet rund 375 Franken.

«Jeder Baum speichert 64,8 Kilogramm CO₂ pro Jahr. In den 14 Jahren, in denen der Baum wächst, nimmt er fast eine Tonne CO₂ aus der Atmosphäre», sagt Oldenburg. Dabei sei jeder Baum auch 100 Prozent nachhaltig. «Wir lassen die Blätter und restlichen Äste auf dem Boden liegen. Somit hinterlassen wir den Boden in einem besseren Zustand, als wir in anfangs angetroffen haben», erklärt er.

Nachhaltiges Holz als Investitionsquelle

Angepflanzt werden die Paulownia-Bäume auf leeren Agrarflächen in Europa. «Wir haben einerseits eine Plantage auf Mallorca (E) sowie mehrere Plantagen in Deutschland. In der Nähe von Lindau (D) haben wir bereits siebenjährige Bäume, die schon relativ gross sind», sagt Oldenburg. Die Plantagen können auf Anfrage besichtigt werden und somit auch der auserlesene Baum. Zusätzlich schenkt das Unternehmen dem Beschenkten zwischen März und Juli einen eigenen Baumsetzling.

«Die Paulownia-Bäume werden nach 14 Jahren ungefähr dreieinhalb Meter hoch und haben einen Stammdurchmesser von rund 45 Zentimetern. Während der ganzen Zeit ist der Baum versichert», erklärt Oldenburg. Sobald der Baum genug gross sei, werde er gefällt. «Das Holz ist leicht und stabil. Wir verkaufen an Händler als High End Holz aus Europa», sagt er. Abnehmer sind zum Beispiel Gitarrenbauer oder Surfbretthersteller. «Der Besitzer des Baums bekommt vom Verkaufserlös einen Anteil», sagt Oldenburg. Alles, was beim Verkaufserlös bis zu 680 Euro bleibt, gehöre dem Beschenkten. «Ab 680 Euro wird der zusätzliche Verkaufserlös zu 50% mit uns geteilt», sagt Oldenburg.

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Deine Meinung

34 Kommentare
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XXXz

02.01.2021, 20:55

Holz isch co2 neutral!

Urs 65

02.01.2021, 17:10

gutes Geschäft mit dem Gewissen. Mono und artenfremd???? Einheimische und Artenvielfalt ist das wahre. pflanzt ein Baum für keine 100.- selbst. Gewissen beruhigt und was gutes für ökologi getan. schade für eine solche inwestion wo sich Morgen rächt.

Andreas Inderbitzin

02.01.2021, 14:56

Bäume nehmen Co2 auf um es zu speichern. Nach ihrem Ableben geben sie es wieder frei. Holz wird irgendwann verbrannt oder es verfault. In dieser Situation geht das gespeicherte Co2 wieder in den natürlichen Kreislauf zurück. Also nur eine Verzögerung und drum nur Augenwischerei.