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Teurer SpassMit Laserpointer auf Polizei-Helikopter gezielt

Ein weinseliger Abend, am Gartentisch zusammen abhängen, zum Spass mal den Laserpointer auf einen Helikopter richten – ein sehr teurer Spass.

von
mec

Die britische West Midlands Police hat dieses Video Ende Juli in Birmingham aufgenommen und letzte Woche publiziert. Es zeigt eine Gruppe Leute, die um einen Gartentisch sitzt. Ein Mann zielt mit einem Laserpointer auf den Polizei-Helikopter. Mit der hochauflösenden Wärmebildkamera im Hubschrauber ist der Täter schnell ermittelt (siehe Video). Man sieht sogar, wohin er das Corpus Delicti wegwirft.

Der Richter konnte dem nichts Lustiges abgewinnen. Das Urteil: Sieben Monate Gefängnis bedingt auf zwei Jahre, 250 Stunden gemeinnützige Arbeit, 100 Pfund (ca. 150 Franken) Schmerzensgeld für den Piloten und 300 Pfund (ca. 450 Franken) administrative Gebühren.

Irreparable Schäden

Der im Video verwendete Laser entspricht der Klasse 3R. Die Strahlung verursacht bleibende, irreparable Schäden auch auf mehrere hundert Meter Distanz. Weil die menschliche Augenlinse den Laserstrahl auf den Punkt des schärfsten Sehens bündelt, wird die geschädigte Person den Rest des Lebens alles so sehen, als hätte sie gerade in die Sonne geblickt.

In der Schweiz und in fast ganz Europa ist der Verkauf von Laserpointern mit Leistungen über 1 mW verboten. Trotzdem findet man auf Wochenmärkten solche Geräte. Viele sind mit Prismen ausgestattet, die einen Disco-Light-Effekt erzeugen.

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