Aktualisiert 30.05.2006 21:52

InterviewMit McGregor um den Globus

Filme wie «Moulin Rouge» machten Ewan McGregor zum Star. Dann packte ihn die Abenteuerlust: Mit Berufskollege Charley Boorman fuhr er per Motorrad um die Welt. Von der Partie war auch ein Schweizer: Kameramann Claudio von Planta.

Claudio von Planta, wie kam Hollywoodstar Ewan McGregor ausgerechnet auf Sie?

Von Planta: Sein Team stiess auf meine Website und rief mich an. Man war auf der Suche nach einem Kameramann, der selbstständig arbeiten, Material schneiden – und den Trip so dokumentieren konnte. Also trabte ich zu einem Interview an.

Was dachten Sie, als Sie von dem Projekt hörten?

Von Planta: Anfangs nahm ich es nicht sehr ernst. Ich wusste nicht einmal, wer McGregor ist. Plötzlich merkte ich aber: Hoppla, die Jungs planen das wirklich!

Sie waren mehrere Monate zu dritt unterwegs. Was hat sich auf der persönlichen Ebene abgespielt?

Von Planta: Ich habe versucht, was ich als Dokumentarfilmer stets tue: mich im Hintergrund zu halten. Mir macht es Spass, zu beobachten, was um mich herum abgeht. Natürlich wurden wir trotzdem gute Freunde.

Was sind Ewan und Charley für Typen?

Von Planta: Sie und ihr Team sind absolut genial. Als ich ihnen zum Beispiel beichtete, dass ich gar keine gültige Motorrad-Lizenz hätte, sagten sie bloss: Dann hol sie nach. Jeder andere hätte mich fallen lassen.

Welches ist der stärkste Eindruck, der

Ihnen von der Weltumrundung blieb?

Von Planta: Ich habe realisiert, wie klein die Welt ist. Es ist doch sagenhaft: Man kann sie mit dem Motorrad einfach umfahren. Dabei wurde mir bewusst, wie vernetzt alles ist.

Claudia Schlup

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