Eishockey-Nati: Mit neuen Sturmlinien gegen Kasachstan
Aktualisiert

Eishockey-NatiMit neuen Sturmlinien gegen Kasachstan

Es geht um viel gegen Kasachstan. Mit einem Sieg kann die Nati heute die minimale Chance auf die Viertelfinals wahren und zugleich das Abstiegsgespenst definitiv verscheuchen.

von
Marcel Allemann
Weissrussland

Die Schweizer werden dieses nächste Schlüsselspiel an der WM in Minsk mit den gleichen Spielern wie 24 Stunden zuvor gegen Finnland (2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen) in Angriff nehmen. Überzählig ist erneut Verteidiger Tim Ramholt. Im Tor steht wieder Reto Berra. Youngster Kevin Fiala (17), der gegen Finnland erst ab dem Schlussdrittel zum Einsatz kam und mit seiner Leistung entscheidenden Einfluss darauf hatte, dass noch ein Punkt gewonnen werden konnte, spielt dieses Mal von Anfang an.

Nati-Coach Sean Simpson hat für den Kasachstan-Match nochmals die Sturmlinien durcheinander gewirbelt, so bilden Denis Hollenstein, Kevin Romy und Damien Brunner (wie im Schlussdrittel gegen Finnland) die Schweizer Paradelinie. Reto Schäppi spielt neu neben Andres Ambühl und Simon Moser, Fiala an der Seite von Reto Suri und Etienne Froidevaux. Die vierte Linie wird von Luca Cunti, Victor Stancescu und Thomas Rüfenacht gebildet und Benjamin Plüss ist der 13. Stürmer.

Gewinnen - und dann abwarten

Die Schweizer dürfen gegen Kasachstan nicht verlieren, sonst geraten sie in akute Abstiegsgefahr und dann würde in den kommenden Tagen bei der Nati und deren Umfeld wohl der Baum brennen. Mit einem Sieg, am besten nach 60 Minuten (gibt drei Punkte), wahren sie jedoch die kleine Chance, doch noch die Viertelfinals zu erreichen. Eine minimale Minimalchance bleibt selbst noch nach einem Schweizer Sieg gegen Kasachstan in der Verlängerung oder dem Penaltyschiessen, der nur zwei Punkte einbringen würde. Doch dann müsste es in den verbleibenden drei Tagen teilweise zu Resultaten kommen, die völlig unrealistisch sind.

In diesem Fall hiesse es für die Nati, zuzuwarten. Sie ist am Sonntag und Montag spielfrei und kann nichts anderes tun, als zu trainieren und die die anderen Resultate zu verfolgen. Realistischerweise kann die Nati, erst am Montagabend, wenn die anderen Teams nicht so spielen wie sie das benötigen würden, aus der Viertelfinal-Entscheidung kippen. Läuft jedoch aus Schweizer Sicht alles ideal, geht es am Dienstag gegen Lettland für sie noch um den Einzug in die Top 8. Andernfalls würde das Spiel gegen die Balten zum bedeutungslosen Abschiedsspiel des nach der WM abtretenden Nationaltrainers Sean Simpson.

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