Bis 3000 Teilnehmende: Mit Schnelltests an Eingängen – grosse Party am Züriberg geplant
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Bis 3000 TeilnehmendeMit Schnelltests an Eingängen – grosse Party am Züriberg geplant

Auf dem Züriberg soll im September ein grosses Festival stattfinden. Trotz der Unsicherheiten wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter bereits 900 Tickets verkauft.

von
Lynn Sachs
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Mit mindestens 1000 Gästen soll im September am Züriberg gefeiert werden – so wie 2020 bei «The Tree» in Männedorf (Bild)

Mit mindestens 1000 Gästen soll im September am Züriberg gefeiert werden – so wie 2020 bei «The Tree» in Männedorf (Bild)

Rafael Dos Santos
Die Veranstaltung soll im Dolder Bad in Zürich stattfinden.

Die Veranstaltung soll im Dolder Bad in Zürich stattfinden.

Dolder Sports
Um das Corona-Ansteckungsrisiko zu minimieren, werden Schnelltests an den Eingängen geprüft.

Um das Corona-Ansteckungsrisiko zu minimieren, werden Schnelltests an den Eingängen geprüft.

Khoshmanzar Photography

Darum gehts

  • Das Partylabel Naturklang plant trotz Corona eine grosse Party im September.

  • Beim Festival sollen neben Beschränkungen der Personenzahl und Sektoren auch Schnelltests zum Einsatz kommen.

  • Eine mögliche Impfpflicht steht derzeit nicht im Fokus der Planung.

Technofans dürfen auf einen grossen Rave hoffen. Das Zürcher Partylabel Naturklang will am 11. September ein Festival mit mindestens 1000 Besucherinnen und Besuchern durchführen – umringt von Wald im Dolder Bad in Zürich. «Wir hoffen, dass es die Corona-Massnahmen bis dahin erlauben, an der frischen Luft zu feiern», sagt Gründer Felix Ruoff.

Trotz aller Unsicherheiten planen die Veranstalter die Party schon jetzt. Man möchte so gut wie möglich auf alle sich ändernden Begebenheiten vorbereitet sein. «Die Planung für solche Events ist relativ aufwändig, erst recht jetzt durch Corona, weswegen wir jetzt schon so viel wie möglich erledigen und einplanen wollen.»

Schnelltests an den Eingängen

Um das Corona-Ansteckungsrisiko zu minimieren, prüfen die Veranstalter verschiedene Massnahmen. Eine Idee ist es, dass an den Eingängen Schnelltests durchgeführt werden. Im Ausland gibt es schon entsprechende Beispiele. «Wir werden versuchen, Gesundheitspersonal anzustellen, das solche Corona-Tests durchführen kann», sagt Ruoff. Eine Anfrage bezüglich der Schnelltests hätten sie bei der Gesundheitsdirektion bereits eingereicht.

Von einer Impfpflicht würde Ruoff eher absehen. «Falls das die Regeln des Bundes so verlangen würden, weiss ich noch nicht, wie wir damit umgehen würden.» Ebenfalls werden die Veranstalter die Gäste auffordern, zu Fuss oder mit Taxis anzureisen. «Wir wollen keine vollen Busse oder Trams verursachen.»

Bis zu 3000 Gäste möglich

Die Veranstalter wollen die Party ab tausend Teilnehmenden und mit maximal vier Sektoren steigen lassen. Obwohl das Gelände über 1000 Quadratmeter aufweist, findet Ruoff, dass mehr Sektoren die Stimmung der Gäste trüben könnte. «Auch wenn wir mit der Veranstaltung nur unsere Kosten decken, ist es uns das wert. Wir schulden das unserer Community.»

Falls keine Beschränkung der Gästezahl mehr bestehen sollte, könnten bis zu 3000 Personen am Fest im Dolder Bad teilnehmen. Bisher hat Naturklang bereits rund 900 Tickets verkauft. «Wir verkaufen die Eintritte gestaffelt und verfolgen, wie sich die Corona-Lage weiterentwickelt.» Sollte die Party nicht stattfinden können, wollen die Veranstalter den Gästen das Geld zurückerstatten.

«Alle haben Verständnis»

Die aktuelle Situation sei nicht nur für die Veranstalter, sondern auch für die Künstler eine Herausforderung. «Umso wichtiger ist eine gute und ehrliche Kommunikation und Verständnis – das haben erfreulicherweise alle.» Bereits im vergangenen Jahr hat Naturklang trotz der Corona-Pandemie sieben Events durchgeführt – ohne einer bekannten Ansteckung, wie Ruoff sagt. «Wir wollten unseren Fans eine Möglichkeit geben, trotz Einschränkungen zu feiern. Natürlich unter Einhaltung aller Auflagen. Das wollen wir dieses Jahr wieder tun

«Planung ist mutig»

«Wenn es keine Perspektiven gibt, muss man sich diese schaffen», sagt Zürcher Nightlife-Experte Alex Flach. Er findet es mutig, dass weiterhin Events geplant werden. Auch andere Grossveranstaltungen sind in Planung – so etwa die Zurich Pride im Juni, die Street Parade und das Zürich Openair im August. Beim Verein Street Parade Zürich hofft man weiterhin, dass die Street Parade vielleicht doch noch in einer Form stattfinden kann. «Wir bleiben zuversichtlich, dass eine Austragung Ende August 2021 möglich sein wird», heisst es beim Zürich Openair auf Anfrage.

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