Energie: Mit Seewasser heizen und kühlen
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EnergieMit Seewasser heizen und kühlen

Zürichseewasser ist nicht nur beliebt zum Baden und Schifffahren. Der Zürichsee ist auch ein wichtiges Trinkwasserreservoir - und er ist ein grosser Energiespeicher. Das Wasser wird zum Heizen und zum Kühlen genutzt.

In drei Verbunden wird die Energie des Seewassers genutzt, wie ewz-Direktor Conrad Ammann am Freitag vor den Medien erklärte. Dem Verbund Eschwerwiese ist etwa das Kongresshaus angeschlossen, dem Verbund Fraumünster die Fraumünsterpost und das Stadthaus, und dem Verbund Falkenstrasse mehrere NZZ-Gebäude.

Mit den drei Seewasserverbunden verringert sich der Verbrauch fossiler Brennstoffe um 5470 MWh und der CO2-Ausstoss um rund 1100 Tonnen pro Jahr. Im NZZ-Foyer präsentiert das ewz am Samstag, 31. Januar, an einem Tag der offenen Tür dieses umweltfreundliche und wirtschaftliche Energieversorgungskonzept.

Wie Stadtrat Andres Türler ausführte, stehen derartige Anlagen im Zusammenhang mit den Bemühungen der Stadt Zürich zur Nachhaltigkeit. Am vergangenen 30. November haben die Stimmberechtigten diese Energiepolitik in der Gemeindeordnung verankert.

Neben Energiesparen, wo alle mithelfen können, und einer Steigerung der Energieeffizienz setzt die Stadt auf erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Biomasse und Geothermie.

In den nächsten 50 Jahren wird das ewz jährlich mehr als 100 Millionen Franken in entsprechende Anlagen investieren, wie Türler sagte. Und im Mai entscheiden die Stimmberechtigten über einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für Windenergie. (sda)

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