Mit Seitenspiegel gegen «tote Winkel»
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Mit Seitenspiegel gegen «tote Winkel»

Der Bundesrat will die Verkehrssicherheit erhöhen und die Umwelt schützen. Er hat dazu neue Vorschriften zur Ausrüstung von Strassenfahrzeugen beschlossen.

Lastwagen sind ab 2009 verpflichtet, zusätzliche Spiegel zu installieren. Die Seitenspiegel sollen den «toten Winkel» des Blickfelds minimieren. Eine Ausnahme gilt für Fahrzeuge, die vor dem Jahr 2000 zugelassen wurden.

Neu zugelassene Lastwagen müssen zudem ab Juli 2011 mit reflektierenden Klebebändern ausgestattet sein. Diese sollen die Sichtbarkeit der Transportfahrzeuge erhöhen.

Auch ein rot reflektierendes Dreiecks am Heck soll zur Sicherheit beitragen. Davon betroffen sind Motorfahrzeuge und Anhänger mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h. Für bereits immatrikulierte Fahrzeuge gilt eine Frist bis Juli 2009, für neu Immatrikulierte Juli 2008.

Für Lastwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h und einem Gesamtgewicht bis 7500 kg genügen künftig die Abgasvorschriften, die für Arbeitsmotorwagen gelten - falls sie mit einem VERT-geprüften Partikelfilter ausgerüstet sind. Die zusätzlichen gasförmigen Emmissionen würden durch die geringeren Feinstaubemission kompensiert, teilte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit.

Strengere Normen für Kuhfänger

Um die Verletzungsgefahr für Fussgänger und Radfahrer zu vermindern, dürfen ab Januar 2010 in der Schweiz an Personenwagen nur noch Frontschutzsysteme (»Kuhfänger») montiert sein, die den strengen EG-Normen entsprechen. Für neu immatrikulierte Fahrzeuge gilt die Vorschrift bereits ab Juli 2007.

Ab 2009/2011 gelten zudem für neu in Verkehr gebrachte leichte Motorwagen (z.B. Personenwagen) in der Schweiz die strengeren EG- Abgasnormen Euro 5 und ab 2014/2015 Euro 6.

(sda)

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