Virales Marketing – Mit Social Media zum Durchbruch

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Virales MarketingMit Social Media zum Durchbruch

Immer mehr Unternehmen investieren in eine Online-Präsenz. Während Tiktok zu leergefegten Regalen führt, erreichen erfolgreiche Youtuber ihre Communities mit Inhalten zum Mitmachen. 

von
Alexandra Scheibler
Die Nutzungsdauer der sozialen Medien steigt kontinuierlich. Unternehmen, die auf den Plattformen eine Präsenz haben, können dort mit ihren Zielgruppen auf Augenhöhe kommunizieren.

Die Nutzungsdauer der sozialen Medien steigt kontinuierlich. Unternehmen, die auf den Plattformen eine Präsenz haben, können dort mit ihren Zielgruppen auf Augenhöhe kommunizieren.

Unsplash / Adem Ay

Darum gehts

Eine aktuelle Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat erkannt, dass zwei Drittel der Schweizer Unternehmen in Social-Media-Kanäle investieren. Social Media eignet sich sehr gut, um mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen und um mit potenziellen Zielgruppen zu kommunizieren. Die mittlerweile sieben Stunden, die wir täglich im Internet verbringen, gibt diesen Unternehmen recht. Zweieinhalb Stunden davon sind wir nämlich in den sozialen Medien aktiv. Das ist eine Stunde mehr als vor zwei Jahren. Die Covid-19-Pandemie hat die digitale Entwicklung beschleunigt.

Mit Youtube zum Durchbruch

Ein erfolgreiches Beispiel sind die Physiotherapeuten bei Liebscher & Bracht. Der Sohn der Schmerztherapeuten brachte die Praxis seiner Eltern zu einer der bekanntesten Schmerztherapien Deutschlands.  Mit täglich neuen Inhalten gelang es Roland Liebscher Bracht, mittlerweile 1,5 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten auf dem Youtube-Kanal zu erzielen. Das erfolgreichste Video, welches Tipps für die richtige Schlafposition vermittelt, hat elf Millionen Views erzielt. Die sozialen Medien machen es einem leichter, ein grösseres Publikum und auch neue Zielgruppen zu erreichen.  

Gerade die Pandemie mag den Erfolg von Tipps rund um den Körper verstärkt haben. Aufgrund von Home Office und geschlossenen Fitness-Centern nutzten einige Social-Media-Userinnen und -User die Angebote, die sie vor allem auf Youtube finden konnten.  Auch die Kanadierin Maddie Lymburner, die einen erfolgreichen Fitness-Kanal auf Youtube betreibt, erkannte die Dynamik und erstellte schliesslich sogar ihre eigene App.

Tiktok führt zu ausverkauften Produkten

Eine App mit besonderer Dynamik ist Tiktok. Trends können auf dieser Plattform in kürzester Zeit entstehen und eine virale Dynamik erzeugen, die seinesgleichen sucht. Der Hashtag #tiktokmademebuyit, der auf verschiedene Produkte verweist, die Dank der Inhalte auf Tiktok gekauft wurden, hat bereits knapp neun Milliarden Aufrufe erzielt. Diese Trends entstehen oft seitens der Userinnen und User und werden durch den Algorithmus der App noch verstärkt und beschleunigt. Aber auch Unternehmen investieren in Hashtag-Challenges und diverse Aktivierungen, um die Bekanntheit von Produkten auf Tiktok zu verstärken. Ist man als Unternehmen mit einem eigenen Kanal aktiv auf der jeweiligen Plattform, kann man sich den Unterhaltungen anschliessen und mit der Zielgruppe auf Augenhöhe kommunizieren. 

Ein aktuelles Beispiel ist das Unternehmen Clinique, das mit ihrem «Almost Lipstick» in der Farbe Black Honey durch Tiktok zur #1-Sensation für die Lippen geworden ist. Die Nachfrage ist so gross, dass der Lippenstift bereits seit Monaten vergriffen ist.

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