Aktualisiert 10.04.2005 22:45

Mit Sommerpneus auf den gesperrten Furka – verirrt

Keine sehr gute Idee hatte ein Berner Automobilist dieses Wochenende: Er versuchte, über den gesperrten Furkapass zu fahren – und das mit Sommerpneus.

Nach 500 Metern auf der Passstrasse stand der 59-Jährige aber bereits sprichwörtlich am Berg. Er wendete sein Auto und wollte wieder ins Tal fahren. Doch auch das wollte nicht so recht gelingen: Der Wagen geriet ins Rutschen, prallte gegen einen Randstein und stürzte rund 50 Meter eine Böschung hinunter, wie die Urner Kantonspolizei gestern mitteilte.

Der Fahrzeuglenker blieb beim Unfall zwar unverletzt, doch bei dichtem Schneetreiben irrte er danach rund drei Stunden umher, bis er völlig durchnässt und durchgefroren nach Realp zurückfand, wo er betreut werden konnte.

Der Mann hatte eigentlich über den ebenfalls gesperrten Gotthard ins Tessin fahren wollen. Dabei verirrte er sich und fuhr Richtung Furka. In Realp übersah er das Fahrverbot und machte sich auf der schneebedeckten Fahrbahn in Richtung Passhöhe auf.

In Realp ist die Furkapassstrasse im Winter nur mit einem Fahrverbot, nicht aber mit einer Schranke gesperrt. Dies, weil der untere Teil auch als Schlittel- und Spazierweg benützt wird.

(sda)

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