Aktualisiert 05.01.2011 07:10

Wahlkampf

Mit SVP-Werber gegen die Waffeninitiative

Die bürgerliche Allianz bläst mit viel Geld und viel Emotionen zum Angriff gegen die linke Waffeninitiative.

Das überparteiliche Komitee gegen die Waffeninitiative setzt ebenso wie die Initianten auf Emotionen: Ein geschundener 1. August-Lampion soll darauf hinweisen, dass die Initiative Schweizer Werte gefährde. Die Kampagne trägt die Handschrift des SVP-Werbers Alexander Segert.

Das Komitee habe sich für den Vorschlag des SVP-Werbers und dessen Agentur Goal entschieden, bestätigte Jakob Büchler, CVP-Nationalrat und Co-Präsident des Komitees, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Segert konzipierte für die SVP unter anderem die Kampagnen für die Ausschaffungsinitiative mit den Schäfchenplakaten oder die Anti- Minarett-Initiative mit der Burka-Trägerin.

Rund 1 Million Franken

Wie viel Geld für die Kampagne gegen die Initiative «Ja für den Schutz vor Waffengewalt» zur Verfügung steht, wollte der Kampagnenleiter des Vereins gegen die Waffeninitiative, Hans-Peter Wüthrich, nicht sagen. Offiziell verfügt der Verein mindestens über 975 000 Franken. Soviel zahlten die rund 65 000 lizenzierten Schützen während drei Jahren für den Abstimmungskampf ein.

Die Initianten verfügen über deutlich weniger Mittel: Die Dachorganisationen des Initiativkomitees stellten insgesamt 50 000 Franken bereit, hiess es beim Initiativkomitee auf Anfrage. Zusätzliche Gelder sollen durch Spenden zusammenkommen.

Auch die Befürworter der Initiative setzen auf emotionale Werbung: Auf ihren Plakaten ist ein angeschossener Teddybär zu sehen. (sda)

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