Detroit Red Wings: Mit toten Tintenfischen zum Erfolg

Aktualisiert

Detroit Red WingsMit toten Tintenfischen zum Erfolg

In der Nacht auf Sonntag beginnt der Kampf um die begehrteste Trophäe im Eishockey: den Stanley Cup. Titelverteidger Detroit darf in der Finalserie gegen die Pittsburgh Penguins auf ungewöhnliche Unterstützung hoffen.

von
Monika Brand

Detroit und die Tintenfische - der Ursprung dieser Tradition liegt im Jahr 1952. Damals warf Fischhändler Peter Cusimano eines der achtarmigen Tiere aufs Eis, um zu symbolisieren, dass die Red Wings noch acht Siege benötigten, um den Stanley Cup zu holen. Und siehe da: Am Ende der Saison stemmten die Eishockeyaner aus «Motor City» den begehrten Pokal in die Höhe. Seither werfen die Fans Jahr für Jahr während den Playoffs tote Tiere als Glücksbringer von der Tribüne.

Zum Brauch gehörte ursprünglich auch, dass Detroits Eismeister Al Sobotka - seit rund 30 Jahren im Amt - die toten Tintenfische auf dem Spielfeld einsammelt und diese über seinem Kopf schwingt, um dem Publikum einzuheizen. Die NHL verbot jedoch 2008 die Auftritte des Eismeisters und beschloss, dass nur noch die Linienrichter die Tiere entsorgen dürfen. Immerhin darf Sobotka am Spielfeldrand immer noch schleudern, was das Zeug hält - so auch in den laufenden Playoffs.

Durch den Tintentfisch-Brauch haben die Detroit Red Wings übrigens auch ihr Maskottchen erhalten, das - zu Ehren von Eismeister Sobotka - den Namen «Al» trägt (siehe Bild rechts).

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