PostAuto: Mit Tütato durch die Krise

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PostAutoMit Tütato durch die Krise

Die Wirtschaftskrise vergoldet die Bilanz von PostAuto: Weil Schweizerinnen und Schweizer mehr Ferien im Inland machen, konnte die Post-Tochter ihren Gewinn im ersten Halbjahr 2009 gegenüber der Vorjahresperiode beinahe verdoppeln.

Von 13 Millionen stieg dieser auf 24 Millionen Franken. Zum guten Ergebnis beigetragen haben auch die gesunkenen Treibstoffpreise, wie die Schweizerische Post am Donnerstag mitteilte. Weiter lagen die Verpflichtungen gegenüber der Pensionskasse unter den budgetierten Werten. Dadurch legte der Betriebsaufwand lediglich um 2 Prozent zu und betrug per Ende Juni 290 Millionen Franken.

Den Umsatz steigerte PostAuto gleichzeitig um 17 Millionen auf 314 Millionen Franken. Das entspricht einer Zunahme von 5,7 Prozent. Die Post-Tochter geht davon aus, dass das Jahresergebnis «deutlich über dem letztjährigen» liegen wird. Im vergangenen Jahr verdiente PostAuto 27 Millionen Franken.

Schnellbuslinien durch Uetlibergtunnel

Sehr positiv und über den Erwartungen entwickelten sich die Fahrgastzahlen auf den beiden Schnellbuslinien durch den neuen Uetlibergtunnel in Zürich, wie es im Communiqué weiter heisst. Ein Ausbau des Angebots mit zusätzlichen Kursen am Abend und am Wochenende werde geprüft.

Eine neue Linie betreibt PostAuto seit dem 10. August auch im Kanton Aargau zwischen Wohlen-Villmergen-Dottikon-Dintikon. Zudem fährt sie im Unterengadin zwischen Ardez und Scuol Bahnersatzkurse für die Rhätische Bahn.

Mehr Leistung braucht mehr Personal

Für die neuen Leistungen brauchte das Transportunternehmen auch mehr Personal. Mit rund 3277 Personen respektive 2810 Vollzeitstellen nahm dieses im Inland um 7 Prozent respektive 6 Prozent zu. Bis 2012 will das Unternehmen rund 280 neue Mitarbeiter anstellen, wie der PostAuto-Chef Daniel Landolf Anfang August in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag» sagte.

Im Ausland beschäftigt PostAuto 278 Personen (& 12 Prozent) in rund 268 Vollzeitstellen (& 13 Prozent). Mehrere Ausschreibungen für Busnetze entschied das Unternehmen im Frühjahr 2009 in Frankreich für sich, so in Mâcon, Dole, Agde, im Departement Hérault und in der Agglomeration von Grenoble.

Preise steigen

PostAuto erwerbe bereits heute 10 Prozent seines Umsatzes im Ausland, schreibt die Post. In den nächsten drei Jahren will das Tochterunternehmen rund 100 Millionen Franken in die Busflotten im Ausland investieren.

Die Investitionen ins Angebot gehen an den Passagieren aber nicht spurlos vorüber. Im Interview mit dem «Sonntag» kündigte Landolf auf Ende 2010 höhere Billettpreise an.

(sda)

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