G-20-Proteste: Mit Twitter gegen Wasserwerfer
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G-20-ProtesteMit Twitter gegen Wasserwerfer

Die Demonstranten einer Anti-G-20-Kundgebung wussten erstaunlich gut über die nächsten Schritte der Polizei Bescheid. Zwei Kollegen gaben ihnen per Twitter die entscheidenden Hinweise.

Die Demonstranten einer Anti-G-20-Kundgebung in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) wussten erstaunlich gut über die nächsten Schritte der Polizei Bescheid und waren den Gesetzeshütern immer einen Schritt voraus. Jetzt ist auch klar woher sie die Insider-Infos hatten. Ende vergangener Woche konnten zwei Aktivisten verhaftet werden, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Sie mieteten sich in einem nahe an der Demonstrationsroute gelegenen Hotel ein und hörten den Polizeifunk ab. Per Twitter informierte er seine Kollegen auf der Strasse über die nächsten Schritte der Polizei. FBI-Beamte durchsuchten am vergangenen Donnerstag ihre Wohnungen und beschlagnahmten Computer und anarchistische Literatur, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Wegen den Mitteilungen über Einsatzorte und Bewegungen von Polizeieinheiten sollen sie nun wegen Behinderung der Strafverfolgungsbehörden angeklagt werden. Die beiden Aktivisten befinden sich nach Zahlung einer Kaution mittlerweile wieder auf freiem Fuss.

(mbu/ap)

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