Durchatmen beim FC Basel: Mit Vollgas in die nächsten Spiele
Aktualisiert

Durchatmen beim FC BaselMit Vollgas in die nächsten Spiele

Vor dem Spiel hat Thorsten Fink gefordert, dass die Meisterschaft für den FCB am Sonntag losgehen muss. Seine Mannschaft hat den Aufruf des Trainers umgesetzt und sich gegen Thun einen 2:1-Sieg erarbeitet.

von
Eva Tedesco
Basel

Die Erleichterung war den Rotblauen anzusehen. Nach vier Spielen ohne Sieg und zwei Niederlagen in Serie war der Druck gross. Auch wenn man in Basel statt von einer Krise, höchstens von einer kleinen Krise oder Mini-Krise gesprochen hat. So konnten Shaqiri und Co. endlich wieder lachen, als sie in der Interviewzone Auskunft geben. «Wir haben nicht den richtigen Start erwischt, den wir uns erhofft hatten», sagt Xherdan Shaqiri, «wir wollten das Spiel gegen Thun aber unbedingt gewinnen und aus dem kleinen Tief herauskommen. Ich glaube, mit dem Sieg können wir angreifen und in den nächsten Spielen wieder Vollgas geben.»

Knackpunkt war das zweite Tor

«Die drei Punkte waren sehr wichtig», sagt Fabian Frei, der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0. «Natürlich ist noch nicht alles wirklich gut, aber zumindest konnten wir schon einen Teil umsetzen, den wir uns vorgenommen haben.» Der Knackpunkt sei das Tor zur 2:0-Führung gewesen. Frei: «Ich glaube, dass war der Unterschied zu den Spielen davor, wo wir einfach das zweite Tor nicht nachlegen konnten.» Aber klar ist auch, dass der Sieg am Sonntag erst der erste Schritt gewesen sei. Doch nun habe man während der Nationalmannschaftspause etwas Zeit weiterzuarbeiten und an den Automatismen zu feilen. «Wir haben noch zu viele Aktionen begonnen und nicht beendet», so Frei, der erstmals mit Cabral im Zentrum gespielt hat.

«Wir können es besser und müssen es besser machen», hat Thorsten Fink an der Pressekonferenz am Freitag gesagt. Viele Dinge seien unter der Woche angesprochen, viel diskutiert und analysiert worden. «Doch reden ist das eine, wir müssen auch machen», hat der Trainer gefordert. Man solle am Platz sehen, wer Meister werden will. So deutlich war das noch nicht zu sehen, aber zumindest für einmal Ansatzweise. Fabian Frei: «Jeder musste sich noch einmal hintersinnen, was er wirklich will. Wir sind auf einem guten Weg.»

Über den Kampf zum Stil

«Es war noch kein überragendes Spiel meiner Mannschaft», fasste Fink den 2:1-Sieg seiner Mannschaft gegen Thun zusammen, «aber es war gut.» Endlich habe der FCB die Tugenden gezeigt, die ihn in den letzten Jahren zum Meister gemacht haben. «Die Mannschaft hat gefightet, nach vorne gespielt und ist ruhig geblieben – auch wenn noch nicht alles stilsicher war.» Am Stil kann der FCB während der Pause feilen.

Zudem gibt es für Marco Streller, der sich eine Sehne am Handrücken gequetscht hat und Rado Kovac (Leistenprobleme) Zeit, ihre Blessuren auszuheilen. Die Verletzung des Innenverteidigers machte dafür den Weg für einen Debütanten auf. Arlind Ajeti kam erstmals zu einem Super-League-Einsatz. Das nächste Basler Eigengewächs aus der Junioren-Pipline hat nach der Einwechslung allerdings noch keine drei Schritte auf den Platz gemacht, als es hinter Goalie Sommer einschlug. Die Freude an seinem Debüt liess sich Ajeti dadurch nicht verderben und bekam am Ende noch das Lob des Trainers.

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