Aktualisiert 05.06.2014 13:09

Arlesheim BL

Mit Weleda geht es aufwärts

Das Naturkosmetik-Unternehmen Weleda hat am Mittwoch seinen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2013 vorgelegt. Die Firma kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

von
pjz
Das Arlesheimer Unternehmen kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Das Arlesheimer Unternehmen kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Das auf Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel spezialisierte Unternehmen hat 2013 nicht nur den Umsatz gesteigert, sondern auch markant mehr verdient: Der Jahresgewinn stieg von 520'000 Euro auf 4,672 Millionen

Euro.

Weleda mit Sitz in Arlesheim bezeichnet in einer Mitteilung vom Donnerstag das vergangene Jahr denn auch als «sehr erfreulich». Den Turnaround geschafft hatte das Unternehmen nach zwei Jahren mit Millionendefiziten bereits 2012.

Weleda konnte 2013 die Profitabilität deutlich steigern: Bei einem Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 336,7 Millionen Euro – davon 34,4 Millionen Euro in der Schweiz – fiel das Betriebsergebnis (EBIT) mit 34 Millionen Euro mehr als drei Mal so hoch aus wie im Vorjahr. Die EBIT-Marge kletterte von 3,3 auf 10,1 Prozent. Gleichzeitig konnte die Nettoverschuldung um 41,4 Prozent auf 34,6 Millionen Euro gesenkt werden.

Weitere Stellen abgebaut

Das Unternehmen, das 2012 noch über 2000 Mitarbeitende gezählt hatte, baute auch im vergangenen Jahr Stellen ab. Die Zahl der Angestellten sank von 1911 auf 1882. In der Schweiz wurde ein Rückgang von 292 auf 285 registriert.

Vom Umsatz von 336,7 Millionen Euro entfielen 70 Prozent auf Naturkosmetika und 30 Prozent auf Arzneimittel. Letztere hatte der vor zwei Jahren als Sanierer verpflichtete Konzernchef Ralph Heinisch 2012 als Hauptproblem des Unternehmens geortet.

Arzneimittel weiterhin defizitär

2013 stieg der Umsatz mit Arzneimitteln stärker als geplant, heisst es in der Mitteilung. Allerdings schreibt Weleda in diesem Bereich weiterhin rote Zahlen. Das Defizit konnte jedoch um ein Drittel verringert werden. 2016 soll das Geschäft mit anthroposophischen Medikamenten, die in der Schweiz 43 Prozent des Weleda-Umsatzes ausmachen, wieder kostendeckend sein.

Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen, dessen Produkte in mehr als 50 Ländern erhältlich sind, mit einem Umsatzwachstum von 3 Prozent. Das Betriebsergebnis dürfte dagegen gemäss der Mitteilung wegen höherer Ausgaben für neue Produkte, Marktentwicklung, Infrastruktur sowie Forschung und Entwicklung leicht sinken.

In den kommenden Jahren will die 1921 gegründete Weleda eine ganze Reihe von Innovationsprojekten lancieren. Dafür sei in den letzten beiden Jahren ein solides Fundament geschaffen worden, heisst es weiter. (pjz/sda)

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