«Mit zehn Minuten arbeiten pro Tag, verdiene ich 80’000 Franken im Jahr»
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Informatiker erzählt«Mit zehn Minuten arbeiten pro Tag verdiene ich 80’000 Franken im Jahr»

Ein Informatiker hat seinen Job während der Pandemie automatisiert. Anstatt acht Stunden, arbeite er nur noch zehn Minuten pro Tag – allerdings ohne, dass sein Chef etwas davon weiss.

von
Tobias Bolzern
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Ein Reddit-User berichtet von einem Lifehack der grösseren Art.  (Symbolbild)

Ein Reddit-User berichtet von einem Lifehack der grösseren Art. (Symbolbild)

Unsplash
Er gibt an, seinen Hauptjob vollständig automatisiert zu haben. 

Er gibt an, seinen Hauptjob vollständig automatisiert zu haben.

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Er sei bei einer Anwaltskanzlei angestellt, um Daten in die Cloud zu übertragen, sagt er. 

Er sei bei einer Anwaltskanzlei angestellt, um Daten in die Cloud zu übertragen, sagt er.

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Darum gehts

  • Ein Informatiker erzählt auf Reddit, dass er seinen Job automatisiert hat.

  • Er arbeite nur noch zehn Minuten pro Tag, kassiere dafür aber den vollen Lohn.

  • Bisher habe das niemand herausgefunden, schildert er in seinem Beitrag.

  • Nicht alle glauben seinen Schilderungen.

Ein User geht mit seinen Erzählungen gerade auf der Plattform Reddit viral. Laut eigenen Angaben arbeitet er bei einer Anwaltskanzlei als IT-Spezialist. «Meine Aufgabe ist es, Daten auf die Cloud zu speichern und sie zu verifizieren, damit sie als Beweise vor Gericht dienen», erklärt er im Beitrag. Als er den Job angefangen habe, habe er schnell gemerkt, dass das keine acht Stunden pro Tag benötigt. «Also musste ich oft im Büro so tun, als würde ich arbeiten», sagt er.

Dann sei die Corona-Pandemie gekommen und mit ihr das Arbeiten von zu Hause. So habe er kurzerhand den Job automatisiert mit einem Script, das er geschrieben habe. «Ich habe aber niemandem davon erzählt», sagt er. Nun prüfe er einfach am Ende des «Arbeitstages», ob der Computer seinen Job gemacht habe. «Das dauert vielleicht so zehn Minuten. Den Rest des Tages game ich oder arbeite an einem Herzensprojekt», erklärt er. Es sei mittlerweile schon ein Jahr so vergangen, ohne dass bisher etwas bemerkt oder bemängelt worden sei, sagt er.

«Kein schlechtes Gewissen»

Die Aussagen des anonymen IT-Spezialisten zogen auf Reddit Tausende Kommentare nach sich. Das Thema wird auf der Plattform kontrovers diskutiert. Während einige dem anonymen Arbeiter gratulieren, wird er von anderen wiederum beschimpft. Einige zweifeln auch die Glaubwürdigkeit seiner Geschichte an. Immer wieder taucht die Frage auf, ob er denn keine Angst habe, erwischt zu werden? So haben auch mehrere Medien über den kuriosen Fall berichtet, unter anderem Newsweek.com. «Das macht mir aber keine Sorgen», schreibt er. Er habe genügend Details bei seiner Geschichte geändert, damit keine Rückschlüsse auf ihn möglich seien.

Auch auf andere Fragen der Community geht er in seinem Beitrag ein. So gibt er an, rund 90’000 Dollar pro Jahr zu verdienen. Das sind umgerechnet rund 82’000 Franken. Ob er denn kein schlechtes Gewissen habe, fragt jemand anderes: «Eine Zeit lang fühlte ich mich schuldig, als würde ich die Kanzlei da über den Tisch ziehen, dann aber kam ich zum Schluss, dass es niemandem schadet, solange alle zufrieden sind», sagt er.

Neue Arbeitsmodelle

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt nachhaltig verändert und den Trend zum Homeoffice beschleunigt, auch in der Schweiz. Nach der Pandemie werde sich vermutlich eine Mischform von Präsenz und Remote durchsetzen, erklärte die Denkfabrik Avenir Suisse Ende 2021. Allerdings dürfte das Arbeiten von zu Hause eher eine Leistung sein, die gut etablierte Angestellte in Zukunft nutzen dürfen. Darum sei nun auch eine Anpassung des Arbeitsgesetzes unumgänglich. Dieses hält zurzeit noch am Konzept von fixen Arbeitsplätzen und -zeiten fest. Das müsse sich angesichts der Beliebtheit des Homeoffice ändern.

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