25.05.2018 05:49

Kybunpark St. GallenMit zwei Klicks bis in die Spielergarderobe

Es ist der Traum jedes Vollblutfans: Die Bereiche eines Stadions zu betreten, an denen sonst nur Spieler sind. Das Jungunternehmen 360°Around macht dies nun möglich.

von
viv

Marco d'Aujourd'hui, Marketingverantwortlicher von 360°Around, spricht über das Projekt. (Video: viv)

Haben Sie sich auch schon einmal gewünscht, wie ein Fussballstar in den Katakomben oder der Garderobe eines Stadions zu stehen, den Rasen zu betreten und in die Ränge zu blicken? Dank der Firma 360°Around wird dieser Wunsch nun bald für jedermann in Erfüllung gehen: Das Rorschacher Unternehmen hat am Donnerstag mehrere 360-Grad-Fotografien im Kybunpark in St.Gallen gemacht.

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Marco d'Ajourd'hui, Marketingleiter von 360°Around, bei der Arbeit.

Marco d'Ajourd'hui, Marketingleiter von 360°Around, bei der Arbeit.

viv
Sein Team und er ermöglichen virtuelle Rundgäng durch ganze Firmen oder Stadien.

Sein Team und er ermöglichen virtuelle Rundgäng durch ganze Firmen oder Stadien.

viv
Am Donnerstag arbeiteten sie im St.Galler Kybunpark.

Am Donnerstag arbeiteten sie im St.Galler Kybunpark.

viv

VIP-Loge, Garderobe oder Spielfeld

Marketingverantwortlicher der Firma ist Marco d'Aujourd'hui. Der 37-Jährige hilft vor Ort mit, die perfekten Bilder zu schiessen. «Unsere Arbeit funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei Google Street View: Die Kamera wird an einem Punkt aufgestellt und macht dann automatisch von allen vier Seiten ein Foto», so d'Aujourd'hui. Über ein Programm füge man die Bilder später zusammen.

«Wenn wir fertig sind, kann man online eine Art virtuelle Tour durchs Stadion machen», erklärt er. Firmen und Vereine sollten sich in der heutigen Zeit auf diese Art und Weise zeigen, findet er: «Der Kybunpark ist ein Herzstück von St. Gallen und einfach sehenswert.» Örtlichkeiten wie die VIP-Loge, die Gästegarderobe oder das Spielfeld können dank der virtuellen Tour nun ganz einfach betreten werden.

15'000 Franken Kosten

«Zu unserer Zielgruppe gehören Unternehmer, die ihre digitalen Kanäle pushen wollen und gemerkt haben, dass man so Marketing betreiben kann.», erklärt d'Aujourd'hui. Das Projekt im Kybunpark gebe es allerdings nicht umsonst: «Es hat einen Gegenwert von über 15'000 Franken», so der 37-Jährige. «Wir sponsern es aber für den FC St. Gallen – das ist eine Herzensangelegenheit.»

Beim Club ist man äusserst erfreut über die Virtualisierung der Arena: «Wir hatten die Idee eigentlich schon länger im Hinterkopf», sagt Sprecher Daniel Last. Durch den guten Kontakt des Verwaltungsrates zu 360°Around sei es nun zur Realisierung gekommen. «Die Tour gibt uns eine zusätzliche Chance, den Kybunpark in Szene zu setzen», so Last.

Heimgarderobe ist Tabu

Alles wird aber nicht preisgegeben. Last: «Den ein oder anderen Raum behalten wir sicher unter Verschluss.» Dazu gehört unter anderem die Garderobe des FC St. Gallen oder der Physio-Raum, die nur für die Heimmannschaft und den Staff zugänglich ist.

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