Brand in Ins BE: «Mitansehen zu müssen, wie ein so altes Gebäude zerstört wird, tut weh»
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Brand in Ins BE«Mitansehen zu müssen, wie ein so altes Gebäude zerstört wird, tut weh»

Im Inser Dorfzentrum ist am Dienstagabend das Restaurant Bären abgebrannt. Beim Gemeindepräsidenten ist die Betroffenheit gross. 

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Einsatzkräfte versuchen, die Flammen zu löschen.

Einsatzkräfte versuchen, die Flammen zu löschen.

20min/News-Scout
Das Gebäude stand zuletzt leer und befand sich im Umbau. 

Das Gebäude stand zuletzt leer und befand sich im Umbau. 

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Gemeldet wurde der Brand um 20.20 Uhr.

Gemeldet wurde der Brand um 20.20 Uhr.

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Darum gehts 

«Ich war zu Hause und habe gleich gesehen, als es anfing zu brennen», erzählt der Inser Gemeindepräsident Kurt Stucki (SVP). Umgehend habe er sich auf den Dorfplatz begeben, um sich bei den Einsatzkräften zu erkundigen, ob es die Unterstützung der Gemeinde brauche. «Aber die Feuerwehr hatte die Situation sehr gut im Griff.» 

Rund 120 Angehörige diverser Feuerwehren bekämpften am Dienstagabend bis in die Nacht hinein die Flammen, die aus dem Restaurant Bären schlugen. Ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Häuser konnte verhindert werden, Verletzte sind keine zu beklagen. Doch der Dachstock des denkmalgeschützten Gebäudes, das derzeit leer steht und sich im Umbau befindet, brannte komplett aus. 

«Bauerei ist sicherlich mühsam»

Gemeindepräsident Stucki verbrachte vor den Umbauarbeiten etliche Stunden im Restaurant Bären. Es habe dem Dorfplatz, der auch Bärenplatz genannt wird, seinen Namen verliehen. «Mitansehen zu müssen, wie ein solch altehrwürdiges Gebäude zerstört wird, tut schon weh», sagt er. Den Grossbrand mitten im Dorfzentrum bezeichnet er als einschneidend.

Über Jahrzehnte sei der «Bären» erfolgreich von der Familie Walter geführt worden, erzählt Stucki. 2017 wurde der Gasthof, der in den oberen Geschossen über 16 Hotelzimmer verfügt, von der Vinak AG mit Sitz in Bellevue übernommen. Seither ist das Restaurant eine Baustelle, mehrere Anläufe zur Wiedereröffnung sind gescheitert. «Die Bauerei ist sicherlich mühsam», sagt Stucki. Es sei wichtig, dass in diesem markanten und zentralen Gebäude dereinst wieder ein Restaurant eröffne. 

Festzelt-Standort noch unklar

Hat der Brand womöglich etwas mit dem Unmut in der Bevölkerung über die unendliche Bären-Geschichte zu tun? Der Gemeindepräsident glaubt nicht an Brandstiftung. Vielmehr gehe er von einem technischen Defekt aus, etwa im Zusammenhang mit dem im Gebäude befindlichen Bau- und Isoliermaterial. Die Berner Kantonspolizei ermittelt derzeit die Brandursache. 

Von Freitag bis Sonntag findet im Dorfzentrum von Ins das kantonale Jodlerfest statt. «Wir wissen im Moment noch nicht, ob wir das Festzelt auf dem Dorfplatz aufstellen können oder ob wir an einen anderen Ort ausweichen müssen», so Stucki. Dies werde im Verlaufe des Mittwochs entschieden.  

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(sul)

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