Flughafen Zürich : Mitarbeiter klaut aus Briefen und Paketen über 100’000 Franken
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Flughafen Zürich Mitarbeiter klaut aus Briefen und Paketen über 100’000 Franken

Eine Drittfirma kontrolliert am Flughafen Zürich die Postsäcke. Ein Mitarbeiter hat dabei Geld aus Grusskarten und Briefen geklaut. Nun wurde er verurteilt.

von
Lynn Sachs
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Am Flughafen Zürich hat ein Mann bei der Kontrolle von Postsendungen Bargeld geklaut.

Am Flughafen Zürich hat ein Mann bei der Kontrolle von Postsendungen Bargeld geklaut.

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Ein Mitarbeiter einer Drittfirma bereicherte sich so um rund 100’000 Franken, wie die «NZZ» schreibt.

Ein Mitarbeiter einer Drittfirma bereicherte sich so um rund 100’000 Franken, wie die «NZZ» schreibt.

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Man geht von 135 bis 225 Fällen aus.

Man geht von 135 bis 225 Fällen aus.

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Darum gehts

  • Ein Mann klaute bei Durchsuchungen von Postsäcken am Flughafen Zürich rund 100’000 Franken.
  • Er wurde zu 11 Monate bedingt und einer Geldstrafe verurteilt.
  • Die Betroffenen haben 5 Jahre, um sich zu melden.

Die Schweizer Post überlässt die Aufgabe, Pakete und Briefe am Zürcher Flughafen zu untersuchen, einer Drittfirma. Ein Mitarbeiter dieser Drittfirma hat sich bis 2018 bei solchen Kontrollen um über 100’000 Franken bereichert, wie die NZZ schreibt. Nun musste er sich vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten.

Der 42-jährige Familienvater, der viele Jahre bei der Post gearbeitet hatte, habe sich bis dahin nie auffällig verhalten. Eines Tages stiess der Mitarbeiter bei einer Durchsuchung auf Bargeld. Danach habe er sich lediglich nach Grusskarten und Briefen umgesehen, die Geld enthalten könnten, heisst es in der Anklage. Es wird von 135 bis 225 Fällen ausgegangen.

Mehrheit der Opfer nicht bekannt

Im Herbst 2018 flogen die wiederholten Diebstähle wegen einer wochenlangen Videoüberwachung auf. Bei einer Hausdurchsuchung wurde anschliessend eine Mappe mit 98’700 Franken und 12’000 Euro gefunden. Daraufhin verlor der 42-Jährige seine Arbeit. Laut der NZZ plädierte der Angeklagte im Gericht, dass er nichts vom gestohlenen Geld ausgegeben habe. Das Geld habe er ohne ein spezielles Ziel aufbewahrt.

Der Familienvater wurde wegen Diebstahls und Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses zu 11 Monaten bedingt und einer Busse von 2000 Franken verurteilt.

Die Mehrheit der Opfer sind noch nicht bekannt. Die Betroffenen haben fünf Jahre Zeit, um sich zu melden. Danach geht der Restbetrag an den Staat.

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