09.09.2019 12:45

Gutes Gedächtnis

Mitarbeiter merkt sich Kreditkarten und kauft ein

Er lernte über 1300 Kreditkartennummern auswendig und nutzte diese fürs Online-Shopping. Nun wurde der Kassierer verhaftet.

von
swe
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Die Gefahr eines Kreditkartenbetrugs besteht auch ohne Internet. Dies zeigt ein aktueller Fall aus Japan.

Die Gefahr eines Kreditkartenbetrugs besteht auch ohne Internet. Dies zeigt ein aktueller Fall aus Japan.

Keystone/Martin Ruetschi
So wurde ein 34-Jähriger verhaftet, weil er von über 1300 Personen die Kreditkarteninformationen gestohlen und damit Online-Einkäufe getätigt hatte.

So wurde ein 34-Jähriger verhaftet, weil er von über 1300 Personen die Kreditkarteninformationen gestohlen und damit Online-Einkäufe getätigt hatte.

Youtube/Annnewsch
Nach Angaben der Polizei arbeitete der Mann im Bezirk Koto City an der Kasse in einem Einkaufszentrum.

Nach Angaben der Polizei arbeitete der Mann im Bezirk Koto City an der Kasse in einem Einkaufszentrum.

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Nicht nur Hacker und Cyber-Betrüger können mit Kreditkarten Unfug anstellen. Wie ein aktueller Fall aus Tokio zeigt, besteht auch ohne Internet die Gefahr, dass man Opfer eines Betrugsfalls wird. So wurde ein 34-Jähriger verhaftet, weil er von über 1300 Personen die Kreditkarteninformationen gestohlen hat und damit Online-Einkäufe tätigte.

Nach Angaben der Polizei arbeitete der Mann im Bezirk Koto City an der Kasse in einem Einkaufszentrum. Immer wenn ein Kunde mit seiner Kreditkarte bezahlte, soll sich der Japaner alle nötigen Informationen wie die 16-stellige Nummer, den Namen, das Verfallsdatum und den Sicherheitscode gemerkt haben.

Notizbuch voller Daten

Wie Soranews24.com berichtet, verfüge der mutmassliche Täter über ein eidetisches Gedächtnis, was auch als fotografisches Gedächtnis bezeichnet wird. Deshalb konnte er sich die Kreditkartendaten jeweils so lange merken, bis die Transaktion mit den Kunden abgewickelt war. Anschliessend schrieb er alles auf.

Bei der Verhaftung des Mannes fand die Polizei ein Notizbuch, in dem Hunderte Namen und Kreditkartennummern aufgeschrieben waren. Die Polizei versucht nun herauszufinden, in welchem Umfang der Mann aktiv war. Unter anderem versuchen die Beamten, frühere Vorfälle solchen Missbrauchs mit dem Japaner zu verknüpfen.

Genial oder nicht?

Trotz seiner herausragenden kognitiven Fähigkeiten wurde der Japaner geschnappt. Und zwar nachdem er sich für 270'000 Yen (umgerechnet 2500 Franken) zwei Handtaschen bestellt hatte. Als diese in seine Wohnung geliefert wurden, stattete die Polizei dem Mann einen Besuch ab. Die Angabe seiner echten Privatadresse war wohl keine so eine gute Idee.

Doch was war sein Motiv? Gemäss Angaben der Polizei sagte der mutmassliche Betrüger nach seiner Verhaftung, dass er die im Internet gekauften Gegenstände bei einem Pfandhaus gegen Geld eintauschen wollte, um es für seinen Lebensunterhalt, etwa Essen oder Miete, zu verwenden.

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