Aktualisiert 05.03.2020 11:23

Coronavirus

Mitarbeiter müssen gestaffelt essen

Lindt & Sprüngli will seine Mitarbeiter vor dem Coronavirus schützen und hat deshalb sogar den Mensa-Besuch reguliert. Auch andere Firmen treffen Vorsichtsmassnahmen.

von
B. Scherer
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Am Hauptsitz von Lindt & Sprüngli in Kilchberg dürfen die Mitarbeiter nicht mehr alle zusammen die Mittagspause verbringen.

Am Hauptsitz von Lindt & Sprüngli in Kilchberg dürfen die Mitarbeiter nicht mehr alle zusammen die Mittagspause verbringen.

Keystone/Martin Ruetschi
Dadurch soll die Ansteckungsgefahr des Coronavirus gesenkt werden.

Dadurch soll die Ansteckungsgefahr des Coronavirus gesenkt werden.

Keystone/Gaetan Bally
Zudem empfiehlt das Unternehmen seinen Mitarbeitern, dass sie in der Mensa nicht direkt nebeneinandersitzen sollen: Nur jeder zweite Platz solle besetzt werden.

Zudem empfiehlt das Unternehmen seinen Mitarbeitern, dass sie in der Mensa nicht direkt nebeneinandersitzen sollen: Nur jeder zweite Platz solle besetzt werden.

Keystone/Martin Ruetschi

Am Hauptsitz von Lindt & Sprüngli in Kilchberg ZH dürfen die Mitarbeiter nicht mehr alle zusammen die Mittagspause verbringen: Sie müssen gestaffelt essen gehen, das bestätigt eine Sprecherin des Schokoladenherstellers gegenüber 20 Minuten. Diese Vorsichtsmassnahme soll die rund 1000 Personen vor dem Coronavirus schützen.

Damit nicht genug: In der Mensa sollen die Mitarbeiter dann auch nicht direkt nebeneinandersitzen. Das Unternehmen empfiehlt, nur jeden zweiten Platz zu besetzen. Zusätzlich habe Lindt & Sprüngli die Reisetätigkeit eingeschränkt und grosse internationale Meetings würden abgesagt.

Abwechselnd im Homeoffice

Auch andere Firmen wollen ihre Mitarbeiter vor dem Coronavirus schützen. So setzt die Swisscom im Moment ein neues Arbeitskonzept um: «Die Idee ist, dass nicht mehr alle Angestellten im gleichen Büro arbeiten», erklärt eine Sprecherin. Ein Teil der Mitarbeitenden solle abwechselnd im Homeoffice tätig sein. «So soll das Risiko eingedämmt werden, damit bei einer Ansteckung eines Mitarbeiters nicht gleich alle anderen Teammitglieder gefährdet sind.»

Zusätzlich sollen bis zum 15. März alle Sitzungen und Anlässe mit über 25 Personen nicht durchgeführt werden. Und bei notwendigen Anlässen solle versucht werden, Gruppen mit über 25 Personen zu vermeiden, so die Swisscom-Sprecherin.

Teams werden aufgeteilt

Die Axpo fordert ihre Mitarbeiter auf, Meetings virtuell abzuhalten oder zu verschieben. Im Hauptsitz in Baden hat das Unternehmen sogar die Mitarbeiter in den Büros umplatziert. Das heisst: Mitarbeiter derselben Abteilung dürfen nicht mehr zusammensitzen. Damit soll verhindert werden, dass ganze Teams ausfallen könnten.

Mitarbeiter der Grossbank Credit Suisse wurden ebenfalls örtlich aufgeteilt – zur Eindämmung eines Ansteckungsrisikos, wie ein Mediensprecher erklärt. Ist die Verteilung der Teams nicht möglich, werden die Mitarbeitenden jede Woche abwechselnd ins Homeoffice geschickt.

Homeoffice bei der UBS

Damit geht die CS weiter als ihre Konkurrentin UBS. Dort wird den Mitarbeitern das Homeoffice angeboten, ist jedoch noch nicht Standard. Beide Banken habe die Geschäftsreisen eingeschränkt, und Angestellte, die aus Risikogebieten wie Italien oder China zurückkehren, müssen zwei Wochen zu Hause arbeiten.

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