Sozialamt Hägendorf SO: Mitarbeiter soll Frauen sexuell genötigt haben
Aktualisiert

Sozialamt Hägendorf SOMitarbeiter soll Frauen sexuell genötigt haben

Ein Mitarbeiter des Sozialamtes in Hägendorf SO ist fristlos entlassen worden, weil er angeblich Frauen sexuell genötigt haben soll. Er bestreitet dies.

von
kün
In diesem Gebäude in Hägendorf SO arbeitete M.K. (Quelle: Google Maps)

In diesem Gebäude in Hägendorf SO arbeitete M.K. (Quelle: Google Maps)

Der 52-jährige M.K.*, Sozialamt-Mitarbeiter in Hägendorf SO, wurde fristlos entlassen. Laut «Blick»-Recherchen hatte eine Sozialhilfe-Empfängerin gemeldet, dass sie von dem verheirateten Familienvater sexuell genötigt worden sei.

Der Stellenleiter der Sozialregion Untergäu, Michel Tschanz, bestätigt: «Es ist richtig, dass wir einen Angestellten am 19. Oktober per sofort entlassen mussten. Wir haben am 27. Oktober eine Anzeige wegen ­diverser Offizialdelikte eingereicht.» Die Staatsanwaltschaft bestätigt den Eingang der Anzeige. Diese werde nun geprüft, sagt Sprecher Jan Lindenpütz. Die Anzeige soll wegen schwerer Pflichtverletzung in Fallführungen, Amtsmissbrauchs, Nötigung und sexueller Nötigung laufen, schreibt der «Blick».

«Er wollte mich zum Sex in ein Hotel einladen»

Die Zeitung vermutet weiter, dass M.K. gewisse Klientinnen bevorzugte, indem er ihnen teure Wohnungen länger als erlaubt überliess. Auch Weiterbildungen soll er ihnen zugesprochen haben. Ein Opfer sagte zum «Blick»: Damit übte er Druck auf mich aus, machte anzügliche Sprüche und wollte mich gar zum Sex in ein ­Hotel einladen.»

Eine weitere Frau berichtet von der gleichen Masche und in weiteren zwölf Fällen sollen Unregelmässigkeiten entdeckt worden sein. Ob es auch hier zu sexuellen Belästigungen gekommen sei, werde abgeklärt. M.K. arbeitete seit Januar 2009 beim Sozialamt. Er wollte sich nicht konkret zum Fall äussern und sagte lediglich: «Ich habe doch nichts getan!»

*Name der Redaktion bekannt.

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