Mitarbeiter verlässt wegen Zensur NASA
Aktualisiert

Mitarbeiter verlässt wegen Zensur NASA

Der Streit um die Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der US-Raumfahrtbehörde NASA hat zu ersten personellen Konsequenzen geführt.

Ein wegen Zensur in die Kritik geratener Mitarbeiter kündigte.

Der 24-Jährige habe Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsabteilung der NASA angewiesen, Interviews mit bestimmten Wissenschaftern zu verhindern. Ausserdem soll er wissenschaftliche Veröffentlichungen verändert und einen Universitätsabschluss vorgetäuscht haben, berichtete die «New York Times» am Mittwoch.

Nach Angaben des Blattes bekam der Mitarbeiter seinen Job im NASA-Hauptquartier in Washington, nachdem er 2004 im Wahlkampfteam von US-Präsident George W. Bush mitgearbeitet hatte.

Informationsfluss kontrollieren

NASA-Direktor Michael Griffin hatte in der vergangenen Woche erklärt, es sei nicht die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliches Material von Mitarbeitern zu verändern, zu filtern oder anzupassen.

Griffin reagierte damit auf Vorwürfe, dass die US-Regierung einem führenden Experten untersagt habe, öffentlich über die bedrohliche weltweite Klimaerwärmung zu berichten.

Danach erhoben nach Angaben der «New York Times» auch andere NASA-Wissenschafter den Vorwurf, dass politische Mitarbeiter im NASA-Hauptquartier in Washington versucht hätten, den Fluss wissenschaftlicher Informationen zu kontrollieren und Pressemitteilungen an die Politik der Regierung von Präsident George W. Bush anzupassen.

(sda)

Deine Meinung