WG des Todes: Mitbewohner mit 230 Messerstichen getötet
Aktualisiert

WG des TodesMitbewohner mit 230 Messerstichen getötet

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Mordanklage gegen einen 30 Jahre alten Mann erhoben, der einen Mitbewohner mit mehr als 230 Messerstichen getötet haben soll.

Die Tat ereignete sich in der Nacht vom 11. auf den 12. Februar in einem Wohnheim in Sindelfingen, wie eine Behördensprecherin am Mittwoch mitteilte.

Gemeinsam Film geschaut

Der mutmassliche Mörder und sein Opfer bewohnten demnach beide jeweils ein Zimmer in der Unterkunft. In der Tatnacht sassen sie im Zimmer des 30-Jährigen, tranken Alkohol und sahen sich gemeinsam einen Film an. Dabei fasste der Angeklagte ohne äusseren Anlass den Entschluss, den 47-Jährigen zu töten, wie die Staatsanwaltschaft berichtete. Der mutmassliche Mörder habe eingeräumt, dass ihn dieser Gedanke bereits früher mehrfach beschäftigt habe und dann plötzlich akut geworden sei.

Im Blutrausch

Der Mann stach laut Mitteilung auf das Opfer mit einem etwa 7,5 Zentimeter langen Klappmesser unkontrolliert ein. Als der 47-Jährige die Decke des 30-Jährigen mit Blut verschmiert habe, sei der Täter in Wut geraten und habe dem bereits schwer verletzten Opfer wahllos Tritte und weitere zahlreiche Messerstiche versetzt. Danach habe er ihm beim Sterben zugesehen, ihn mit Bier übergossen und aus Vergnügen immer wieder auf ihn eingestochen, bis er schliesslich verblutetet sei. Das Opfer wies über 230 Messerstiche im gesamten Oberkörper-, Kopf- und Halsbereich auf.

Der mutmassliche Mörder legte ein Geständnis ab. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nicht nur Mordlust vor, sondern auch Heimtücke und Grausamkeit. Ein Termin für die Verhandlung vor dem Landgericht Stuttgart stand zunächst nicht fest. (dapd)

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