Ein Herz für alle: Mitfühlender Jogi will Maradona trösten
Aktualisiert

Ein Herz für alleMitfühlender Jogi will Maradona trösten

Jogi Löw ist ein feiner Sportsmann. Als er in den Katakomben dem untröstlichen Maradona begegnet, will er ihm unbedingt gut zureden. Doch seine vorsichtigen Annäherungsversuche werden ignoriert.

von
tog

(Video: YouTube)

Rührend, wie sich Jogi Löw auch in der Stunde seines grössten Triumphes (4:0-Viertelfinalsieg gegen Argentinien) um die Verlierer kümmern will. Als er in den Katakomben des Stadions Diego Armando Maradona in den Armen seiner Tochter begegnet, sieht man dem deutschen Bundestrainer richtiggehend an, wie sehr er mit dem Argentinier mitfühlt.

Vorsichtig umkreist er den argentinischen Trainer, stets bedacht, die familiäre Innigkeit nicht zu stören, trotzdem aber vom Wunsch getrieben, sein Mitgefühl auszudrücken. Beinahe verzweifelt fährt sich der empathische Erfolgstrainer in Anbetracht der gestürzten Legende durchs Haar. Schlussendlich lässt er von seinem Vorhaben ab. Gegenüber der «Hamburger Morgenpost» beschrieb Löw den Vorfall dann folgendermassen: «Ich wollte eigentlich kurz stehen bleiben und ihm alles Gute wünschen. Es war aber nicht möglich. Beide haben geweint, es war eine unglaubliche Enttäuschung. Da hat man schon Mitgefühl. Argentinien ist eine grosse Fussball-Nation, sie hatten natürlich den Anspruch, Weltmeister zu werden. Ich weiss, wie sich Maradona fühlt. Diese Niederlage war für ihn brutal.»

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