11.11.2016 09:39

Nickerchen

Mittagsschlaf würde müden Schülern helfen

Manchen Schülern sinkt während des Unterrichts vor Müdigkeit der Kopf fast auf den Tisch. Doch nicht etwa wegen langer Partynächte.

von
Tizian Schöni
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Nicht wilde Partynächte, sondern der Nachteulen-Schlafzyklus macht Schülern das Leben schwer.

Nicht wilde Partynächte, sondern der Nachteulen-Schlafzyklus macht Schülern das Leben schwer.

Keystone/Gaetan Bally
Für sie fühlt sich der frühe Schulbeginn ähnlich an, wie wenn Erwachsene um drei Uhr morgens aufstehen müssten, sagen US-Forscher. Deshalb plädiert auch der Psychologe Daniel Süss von der ZHAW für einen späteren Unterrichtsbeginn.

Für sie fühlt sich der frühe Schulbeginn ähnlich an, wie wenn Erwachsene um drei Uhr morgens aufstehen müssten, sagen US-Forscher. Deshalb plädiert auch der Psychologe Daniel Süss von der ZHAW für einen späteren Unterrichtsbeginn.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Eine Alternative wären laut Süss Ruheräume, die Schülern Gelegenheit geben, über Mittag oder in den Pausen zu entspannen.

Eine Alternative wären laut Süss Ruheräume, die Schülern Gelegenheit geben, über Mittag oder in den Pausen zu entspannen.

Colourbox.com

Jeder fünfte Schweizer Jugendliche schläft zu wenig, und gar jeder zweite fühlt sich nach dem Schlaf nicht erholt. Das kann laut Schlafforschern Folgen haben: Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten und erhöhter Drogenkonsum.

Sollten Teenager deshalb einfach früher ins Bett gehen? Nein, zeigen Studien, darunter kürzlich eine aus den USA. Denn die meisten Jugendlichen haben einen so genannten Nachteulen-Schlafzyklus. Sie sind abends länger fit und brauchen dafür morgens mehr Schlaf.

Da kommen die Schulzeiten ungelegen: Für die Teenager fühle sich der frühe Schulbeginn ähnlich an, wie wenn Erwachsene um drei Uhr morgens aufstehen müssten, so die US-Forscher.

Später zur Schule, später nach Haus

«Ein späterer Unterrichtsbeginn wäre sinnvoller», sagt auch Daniel Süss, Psychologe an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Neun Uhr hält er für ideal. «Natürlich würde sich die Schule in den frühen Abend hinein verlängern.»

Eine Alternative wären laut Süss Ruheräume, die Schülern Gelegenheit geben über Mittag oder in den Pausen zu entspannen. Öffentliche Schulen könnten sich also an Firmen wie Google, Unilever oder Samsung orientieren. Dort haben sich Ruheplätze für Mitarbeiter längst bewährt.

«Wissen»

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So schläft man besser ein

Trotz ihres späteren Schlafrhythmus können auch Nachteulen etwas tun, um besser zu schlafen:

- Kurz vor dem Schlafengehen ist das Smartphone tabu. Denn das blaue Licht des Bildschirms hält wach.

- Das Schlafzimmer sollte ein Ort der Ruhe und des Rückzugs sein: Hausaufgaben oder Gamekonsolen haben dort nichts zu suchen.

- Stattdessen soll man sich im Schlafzimmer entspannen können, zum Beispiel mit Lesen oder angenehmer Musik.

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