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Im Amt bestätigtMitte-Links bleibt in Norwegen an der Macht

Nach der Parlamentswahl in Norwegen bleiben die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Jens Stoltenberg nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen voraussichtlich weiter an der Macht.

Nach dem vorläufigen Ergebnis wurde die Arbeiterpartei (DnA) von Stoltenberg mit einem Anteil von 35 Prozent als stärkste Partei bestätigt. Ihre Koalitionspartner, die Sozialistische Linkspartei (SV) und die Zentrumspartei (Sp), erhielten jeweils elf Prozent. Das Bündnis kommt damit auf 86 der 169 Sitze im Parlament von Oslo.

«Es sind noch nicht alle Stimmen ausgezählt, und es ist knapp, aber zurzeit sieht es so aus, dass wir weitermachen können», sagte Stoltenberg in einer Fernsehdebatte. Führende Oppositionspolitiker räumten ihre Niederlage ein.

In ihren Reihen schnitt die rechtsgerichtete Fortschrittspartei (FrP) mit 23 Prozent der Stimmen und 40 Mandaten am besten ab. Die beiden anderen Parteien des bürgerlichen Lagers, die Christdemokraten und die Liberalen, haben ein Regierungsbündnis mit der FrP ausgeschlossen - aus Protest gegen deren Ausländerpolitik. Die von Siv Jensen geführte Fortschrittspartei hat die Einrichtung von norwegischen Asylzentren in Afrika gefordert und verlangt strengere Bestimmungen für die Integration der in Norwegen lebenden Einwanderer.

Ölgeschäft federt Krise ab

Es das erste Mal seit 1993, dass eine Regierung in Norwegen wiedergewählt wurde. Damals gelang dies der Sozialdemokratin Gro Harlem Brundtland.

Norwegen ist dank seiner Einnahmen aus dem Ölgeschäft von der weltweiten Wirtschaftskrise weitgehend verschont geblieben. Die Arbeitslosenrate liegt bei drei Prozent, sie ist damit eine der niedrigsten in Europa. (dapd)

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