Hochwasser: Mittel- und Osteuropa unter Wasser
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HochwasserMittel- und Osteuropa unter Wasser

Unwetter und starke Regenfälle haben erneut zu Überschwemmungen in Bayern, Österreich, Tschechien und Polen geführt. In Oberbayern gingen am Samstag Flüsse und Bäche über die Ufer, zahlreiche Keller und Strassen standen unter Wasser.

Besonders betroffen waren unter anderem die Regionen Garmisch- Partenkirchen und Rosenheim, wie die Polizei mitteilte. Die Unwetter führten auch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Bei dem seit Tagen anhaltenden Hochwasser in nördlichen Teilen Tschechiens ertrank ein freiwilliger Feuerwehrmann. Er starb bei der Stadt Jesenik (Freiwaldau) in einem überschwemmten Fluss, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK am Samstag berichtete. Seit Mittwoch kamen in Mähren durch das von schweren Regenfällen verursachte Hochwasser bereits zwölf Menschen ums Leben.

In Teilen des österreichischen Burgenlandes breitete sich das Wasser nach kurzer Entspannung wieder aus. Mehrere Gemeinden im Süden des Bundeslandes waren am Samstagmorgen nach schweren Gewittern wegen überfluteter Strassen von der Aussenwelt abgeschnitten, meldete der österreichische Rundfunk ORF.

Insgesamt umfassen die Schäden nach fast dreitägigem Dauerregen ersten Schätzungen zufolge einen dreistelligen Millionenbetrag.

Auch in Teilen Niederschlesiens im Südwesten Polens hat tagelanger Dauerregen zu einer angespannten Hochwasserlage geführt. So stand die Stadt Klodzko (Glatz) nach einem Bericht der polnischen Presse-Agentur PAP am Samstag unter Wasser. Die Einwohner hätten keinen Strom, hiess es.

Hochwasseralarm gab es zudem in der Hauptstadt Niederschlesiens, in Breslau (Wroclaw). Dort musste ein Wasserspeicher geöffnet werden, um Platz für neues Flutwasser zu schaffen.

(sda)

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