Ackermann: Mittelgrosse Sparkassen sind keine Lösung

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AckermannMittelgrosse Sparkassen sind keine Lösung

Eine Aufspaltung von grossen Banken löst nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nicht die Probleme des internationalen Finanzsystems. «Grösse an sich ist nicht unbedingt etwas Schlechtes», sagte er an einer Regulierungskonferenz in London am Montag.

Eine Aufspaltung der Finanzmärkte in mehrere Teile würde das System nicht stabiler machen. Hinzu käme, dass grosse Konzerne weltweit tätig seien und nur grosse Banken die Bedürfnisse solcher Firmen befriedigen könnten. «Die Idee, dass wir künftig eine moderne, wachsende Wirtschaft mit mittelgrossen Sparkassen betreiben können, schlägt fehl», sagte Ackermann.

Weltweit arbeiten Regierungen derzeit an Plänen, wie die Zügel für Finanzgiganten gestrafft werden können und wie sie im Falle einer drohenden Pleite abgewickelt werden können, ohne das gesamte Finanzsystems zu gefährden. Die Pleite der US-Bank Lehman Brothers vor gut einem Jahr hatte Banken rund um den Globus in den Abgrund gezogen und die Weltwirtschaft in die schlimmste Krise seit Jahrzehnten gestürzt.

«Letzter Wille»

Grossbritannien will etwa die mit Milliardengeldern gestützen Institute Royal Bank of Scotland (RBS) und Lloyds aufspalten. In der Diskussion ist auch eine Art Testament, das Banken zu Lebzeiten aufstellen und in dem sie detalliert regeln sollen, welche Teile im Falle eines Zusammenbruchs herausgelöst und abgewickelt werden können und welche man gegebenenfalls mit staatlichen Geldern stützen muss.

Ackermann hält von dieser Idee wenig. Ein solcher «letzter Wille» sei theoretisch und führe zu ineffizienten Strukturen, sagte der Deutsche-Bank-Chef. Zudem sei es eine offene Einladung für Firmenjäger, das betroffene Institut zu zerlegen.

(sda)

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