Lieferengpässe: Mitten in der Wespenplage gehen der Schweiz die Spritzen für Allergiker aus

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LieferengpässeMitten in der Wespenplage gehen der Schweiz die Spritzen für Allergiker aus

Etwa 3,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind auf Insekten allergisch. Doch gerade im aktuellen Hitzesommer herrscht eine Knappheit an Adrenalinspritzen gegen allergische Schocks.

von
Reto Bollmann
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Diesen Sommer sind besonders viele Wespen unterwegs.

Diesen Sommer sind besonders viele Wespen unterwegs.

PantherMedia / Chris Schäfer
Gestochene Wespenallergiker brauchen im Notfall einen sogenannten Epipen – eine Adrenalinspritze, die gegen den allergischen Schock wirkt. 

Gestochene Wespenallergiker brauchen im Notfall einen sogenannten Epipen – eine Adrenalinspritze, die gegen den allergischen Schock wirkt. 

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Doch zurzeit haben beide Schweizer Anbieter von Adrenalinspritzen starke Lieferengpässe zu beklagen.

Doch zurzeit haben beide Schweizer Anbieter von Adrenalinspritzen starke Lieferengpässe zu beklagen.

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Darum gehts

  • Im Hitzesommer sind besonders viele Wespen unterwegs – viele sind darauf allergisch.

  • Bei einem Stich droht den Allergikern ein allergischer Schock, den sie mit Adrenalin abwenden können.

  • Jedoch können die Schweizer Anbieter der Adrenalinspritzen momentan nicht oder nur beschränkt liefern.

Der aktuelle Sommer hat mit der enormen Hitze schon viele Rekorde gebrochen. Vielen Insekten bekommt das Warme jedoch sehr gut. So sind beispielsweise besonders viele Wespen unterwegs. Für viele sind diese höchstens nervig – doch für Allergikerinnen und Allergiker können Wespenstiche zur echten Gefahr werden.

Etwa 3,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung leiden an einer Insektenallergie, wie Nau.ch berichtet. Wespenallergikern und –allergikerinnen droht bei einem Stich ein allergischer Schock, der im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Dagegen hilft eine Adrenalinspritze, die als sogenannter Epipen vertrieben wird.

Zwei Schweizer Anbieter – beide haben Engpässe

Doch genaue diese sind zurzeit in der Schweiz Mangelware: Die beiden Schweizer Anbieter können nur bedingt oder gar nicht liefern. Thomas Grünwald, Sprecher des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung BWL, sagt gegenüber Nau.ch: «Es ist aktuell schwierig für Allergikerinnen und Allergiker in der Schweiz an Adrenalin-Fertigspritzen zu kommen.»

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Wegen der hohen Nachfrage müsste der Adrenalinspritzenbedarf teilweise sogar aus den Pflichtlagerbeständen gedeckt werden, so Grünwald. Eine Alternative sei es, Fertigspritzen über ausländische Apotheken zu importieren.

Lage in den Spitälern ist besser

Während verschiedene Schweizer Apotheken akute Engpässe beim Allergie-Medikament hätten, sehe es in den Spitälern besser aus. Da sie das Adrenalin in Ampullen lagern würden, die länger haltbar sind, bestehe bei ihnen kein Versorgungsengpass.

Das BWL bestätigt, dass es wegen des Wetters aktuell überdurchschnittlich viele Wespen gibt. Der Frühling sei dieses Jahr besonders früh warm gewesen, weswegen sich die Insekten stärker vermehrt hätten als sonst.

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