08.01.2016 23:29

Beherrschen Sie sichMitternachts-Snacks machen doof

Wer nachts von Hunger geplagt wird, sollte laut US-Forschern besser liegen bleiben. Denn nächtliches Snacken schadet dem Gehirn.

von
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Richtiger Hunger oder einfach nur Gluscht – egal, welches der beiden Gefühle mitten in der Nacht in einem aufkommt: Man sollte dem Verlangen nicht nachgeben. Diesen Ratschlag erteilen Forscher der University of California in Los Angeles im Online-Journal «eLife».

In einer Studie mit Mäusen wiesen sie nach, dass sich das Futtern in der Nacht negativ auf die Gedächtnisleistung der Tiere auswirkt. Es sei nicht auszuschliessen, dass Mitternachts-Snacks für den Menschen ähnliche Auswirkungen haben, so das Team um Dawn H. Loh.

Gilt Gleiches für Nacht- und Schichtarbeiter?

Die Forscher hatten untersucht, wie gut die Nager in der Lage sind, ein Objekt wiederzuerkennen. Dabei zeigte sich, dass die Tiere, die regelmässig zur Schlafenszeit futtern durften, im Test deutlich schlechter abschnitten. Und zwar sowohl was das Kurz-, als auch was das Langzeitgedächtnis angeht.

Als Nächstes wollen Loh und ihre Kollegen untersuchen, ob Snacks zur Schlafenszeit sich auch auf das menschliche Gehirn negativ auswirken. Denn: «Die Zeitpläne der modernen Welt können dazu führen, dass wir rund um die Uhr essen», so Lohs Kollege Christopher Colwell in einer Mitteilung. Gerade in Anbetracht der vielen Menschen, die nachts arbeiten, sei es wichtig zu verstehen, wie der Zeitpunkt einer Mahlzeit die Denkfähigkeit beeinflusst.

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