Eigene Methoden: Mitternächtliches Straftraining
Aktualisiert

Eigene MethodenMitternächtliches Straftraining

Beim SC Bern ist fertig lustig. Ein Straftraining nach 24 Uhr und eine Strafpredigt von SCB-General Marc Lüthi soll die Spieler wachrütteln.

von
Klaus Zaugg

Die 0:3-Pleite des SC Bern bei den Lakers hatte Folgen. Die Spieler mussten nach Mitternacht ein Straftraining ertragen, kombiniert mit einer Strafpredigt von SCB-General Marc Lüthi. «Nein, es gab nach dem Spiel in Rapperswil kein Straftraining», sagt SCB-General Marc Lüthi gegenüber 20 Minuten Online.

Aber nach der Rückkehr aus Rapperswil zogen die Spieler Schlittschuhe und Ausrüstung wieder an und drehten im Hockey-Tempel zur Allmend ihre Kreise auf dem Eis.

«Kein Straftraining, sondern Auslaufen»

Hat Marc Lüthi also gelogen? Nein, er hat nur gut geredet. Sein Sportchef Sven Leuenberger klärt auf: «Es war tatsächlich kein Straftraining. Wir sind bloss nach dem Spiel in Rapperswil sofort nach Bern zurückgekehrt und haben das Auslaufen in Bern nachgeholt.»

Korrekt wäre also: Es war ein «Straf-Auslaufen» für die Stars. War es anstrengend? «Es war ordentlich. Aber es hat sich keiner eine Zerrung geholt und keiner musste sich übergeben», sagt Leuenberger gegenüber 20 Minuten Online.

Lüthis Standpauke

Dazu gab es aber noch eine Strafpredigt des SCB-Generals Marc Lüthi. Aber nicht in der Garderobe. Sondern an der Bande im Rahmen des «Straf-Auslaufens». So wie ein Trainer beim Timeout seine Jungs zu sich holt, so standen die Stars um den ranghöchsten SCB-Lohnempfänger. Die Ansprache dauerte nach verlässlichen Informationen gut und gerne zehn Minuten. Und jeder habe aufmerksam zugehört.

Zu den nächtlichen Vorgängen in seinem Hockey-Tempel mag sich Marc Lüthi nicht mehr äussern. Auf eine entsprechende Nachfrage von 20 Minuten Online knurrte er: «Ihre Aufgabe ist es, Polemik zu machen. Mein Job ist es, dafür zu sorgen, dass wir wieder besseres Hockey spielen. Mehr sage ich dazu nicht.»

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