Aktualisiert 13.11.2007 14:47

Mobbing-Prozess gegen Vasco Pedrina unterbrochen

Der Mobbing-Prozess gegen den Gewerkschafter Vasco Pedrina, Ex-Co-Präsident der Unia, ist heute vom Polizeigericht Neuenburg unterbrochen worden. Angesichts des komplexen Sachverhalts wurde eine neue Anhörung auf den 11. Dezember angesetzt.

Der Prozess geht auf ein Vorkommnis im Jahr 2003 zurück. Eine ehemalige Mitarbeiterin der damaligen Gewerkschaft GBI, die später zur Unia fusionierte, strengte die Mobbingklage gegen Pedrina an. Angeklagt sind mit Jacques Robert und Michael von Felten zwei weitere Gewerkschafter.

Die Klägerin war von den Mitgliedern der GBI-Sektion Neuenburg als Gewerkschaftssekretärin gewählt worden. Die Frau gibt an, von den Vertretern der nationalen GBI nach ihrer Nomination gemobbt worden zu sein, weil ihnen ihre Wahl nicht ins Konzept gepasst habe.

Die Differenzen hätten schliesslich zu ihrer Freistellung und daraufhin zur Kündigung geführt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Klage zuerst abgewiesen. Dieser Entscheid wurde nach einem Rekurs jedoch rückgängig gemacht.

Die Verhandlung vom Dienstag, die eigentlich mit einem Urteil enden sollte, wurde nach der Anhörung eines Teils der Zeugen der Verteidigung abgebrochen. Am 11. Dezember geht es mit den übrigen Zeugen und den Plädoyers weiter.

In der Zwischenzeit wird sich das Gericht zu einer Anfrage der Verteidigung äussern müssen. Diese verlangt ein psychiatrisches Gutachten über die Klägerin.

(sda)

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