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ReaktionMobilitätsstrategie: Für TCS inakzeptabel

Der TCS ist erstaunt, dass das Mobilitätsreglement von Luzern so einseitig ausgelegt wird – er will sich für den motorisierten Individualverkehr einsetzen.

von
Sarah Weissmann
Der TCS will sich dafür einsetzen, dass die Stadt für den motorisierten Individualverkehr gut erreichbar bleibt.

Der TCS will sich dafür einsetzen, dass die Stadt für den motorisierten Individualverkehr gut erreichbar bleibt.

Am Freitag hat Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) verschiedene Massnahmen im Zusammenhang mit der Mobilitätsstrategie präsentiert: Er will den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr fördern und die Infrastruktur dazu ausbauen. Dies soll zu weniger Staus und Unfällen führen.

Jetzt schaltet sich auch der TCS ein: Denn für die TCS-Sektion Waldstätte sei es irritierend, dass das Reglement dermassen einseitig ausgelegt wird, wie die Sektion am Sonntag mitteilte. Für sie sei das Vorhaben inakzeptabel: «Wir unterstützen die Absicht, dass eine attraktive, prosperierende Stadt wie Luzern sicher, zuverlässig und für alle gut erreichbar ist», sagt Alex Mathis, Geschäftsführer der Sektion Waldstätte. Die Verkehrssicherheit sei ein wichtiges Gebot für den TCS, dürfe aber nicht als Deckmantel für Verkehrshinderungen verwendet werden.

«Verkehrsaufkommen hat sich plafoniert»

Ausserdem habe der TCS grosse Vorbehalte gegenüber den verschiedenen Massnahmen. Der Umstand, dass der motorisierte Individualverkehr in den nächsten Jahren nicht zunehmen darf, würde laut Mathis seit einger Zeit erfüllt.

«Das Verkehrsaufkommen hat sich plafoniert. Umso mehr überrascht die einseitige Aussage von Stadtrat Adrian Borgula.» Nämlich: Dass in der Mobilitätsstrategie, zumindest auf kurzfristiger Ebene, keine einzige Massnahme zugunsten des motorisierten Individualverkehrs aufgeführt sei.

Stadt soll gut erreichbar bleiben

Für den TCS ist es offensichtlich, dass der Verkehr in den nächsten Jahren in und um Luzern weiter zunehmen wird. Aus diesem Grund würde er sich entschlossen dafür einsetzen, dass die Stadt insbesondere auch für den motorisierten Individualverkehr gut erreichbar bleibe.

Mobility Pricing sehe der TCS nicht als nachhaltige Lösung. Er fordert: Die Stadt solle sich klar zum Bypass, zu den Spangen Nord/Süd und für ein attraktives Parkierungssystem einsetzen. «Es ist enttäuschend und mutlos, dass vom Stadtrat dazu keine konkreten Pläne geäussert wurden», schreibt der TCS weiter in der Mitteilung.

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