Carsharing: Mobility schlägt massiv auf

Aktualisiert

CarsharingMobility schlägt massiv auf

Mobility wechselt auf ein neues Preismodell. Viele Rabatte fallen weg und lange Fahrten werden teurer. Kunden sind empört.

von
rkn
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Lange Strecken dürften bei Mobility bald wesentlich teurer werden.

Lange Strecken dürften bei Mobility bald wesentlich teurer werden.

Keystone/Gaetan Bally
Am 6. Dezember ändert das Carsharing-Unternehmen sein Preismodell.

Am 6. Dezember ändert das Carsharing-Unternehmen sein Preismodell.

Keystone/urs Flueeler
Kurze Strecken sollen etwas günstiger werden, ...

Kurze Strecken sollen etwas günstiger werden, ...

Keystone/Christian Beutler

Ab dem 6. Dezember verrechnet Mobility neue Preise. Lange Fahrten werden «überproportional teurer», wie «SRF.ch» schreibt. 150 Kilometer würden nun 30 Prozent mehr kosten.

Auch nachts soll die Miete nun gleich hoch sein wie am Tag. Wer also ein Auto etwa übers Wochenende mieten möchte, müsse nun mehr bezahlen. Die Alternative wäre, den Wagen am Abend zu räumen und am nächsten Morgen erneut zu mieten.

Genossenschafter verlieren Privilegien

Zudem streiche Mobility Vorteile für Genossenschafter. Das Unternehmen entzieht rund 60'000 Personen, die sich mit 1000 Franken an Mobility beteiligen, Spezialrabatte, wie es im Bericht heisst. Es gebe zwar ein neues Rabattmodell und kürzere Fahrten würden um fünf Prozent günstiger, viele Kunden fühlen sich jedoch hintergangen.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens schreibt einer von ihnen etwa: «Wollt ihr mit der komplizierten neuen Angebotsstruktur die Preiserhöhung möglichst gut verstecken? Für wie blöd haltet ihr eure Kunden?»

Mobility selbst nahm gegenüber «SRF.ch» Stellung zum Unmut der Kunden. Die meisten würden von den Änderungen profitieren, so die Verantwortlichen. Man wolle sich mit dem Angebot stärker auf kurze Strecken konzentrieren. Kunden, die auch oft lange Strecken fahren wollen, müssten selbst entscheiden, ob sich Mobility für sie lohne.

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