Aktualisiert 23.10.2003 21:56

Mobiltelefonie: Erstmals Rückgang bei den SMS

Die Schweizer Telekombranche hat 2002 einen Dämpfer hinnehmen müssen: Das Wachstum ist auf den tiefsten Stand seit der Liberalisierung vor fünf Jahren gesunken.

Der Nettoumsatz der Telekomanbieter nahm 2002 lediglich um 1,3% auf 14,97 Milliarden Franken zu, wie aus der gestern veröffentlichten Fernmeldestatistik des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) hervorgeht. In den Vorjahren waren die Umsätze jeweils noch zwischen 6 und 17% angestiegen. Markant besser präsentierte sich dagegen der Betriebsgewinn, der gemäss Bakom-Schätzung um 30,8% auf 1,75 Milliarden Franken stieg.

Die Zahl der Mobilfunk-Kunden wuchs 2002 um 8,7% auf 5,74 Millionen. In den Vorjahren lag der Zuwachs jeweils noch bei zweistelligen Prozentzahlen. Die Anzahl versandter SMS nahm nach stürmischer Entwicklung mit dreistelligen Zuwachsraten erstmals überhaupt ab (- 0,3%). Insgesamt wurden 2002 noch 3,025 Milliarden SMS verschickt. Als Wachstumstreiber der Branche entpuppte sich das Internet: Breitbandanschlüsse waren gefragt wie noch nie (+ 148,2%). Mittlerweile surfen 390 300 Abonnenten über TV-Kabel oder ADSL im Internet.

(sda)

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