«(A)Dressing Death»: Mode für Tote
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«(A)Dressing Death»Mode für Tote

Als sie ihren Grossvater zu Grabe trug, kam Pia Interlandi auf eine verwegene Idee. Nun präsentiert die australische Designerin ihre erste Kollektion: leichte Kleider für Verstorbene.

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Pia Interlandi ist Modedesignerin aus Melbourne, Australien. Ausgerechnet bei der Vorbereitung zur Beerdigung ihres Grossvaters 2009 kam ihr eine Geschäftsidee.

Auf ihrer Website ist nachzulesen, dass die heute 26-Jährige sich fragte, wozu ihr Nonno den schönen Anzug und die guten Schuhe im Jenseits noch bräuchte. Und ob es nicht mehr Sinn machen würde, einem Toten etwas anzuziehen, das schön ist, sich aber auch - zusammen mit seinem Träger - in der Erde zersetzt. Zwar hat Pia Interlandi diese Technologie für Kleider bereits seit 2008 am Royal Melbourne Institute of Technology studiert, doch die Idee, tatsächlich Kleider für Tote zu designen, kam ihr dank diesem einschneidenden Erlebnis.

So ist Pia Interlandis Kollektion für die Toten, welche Mitte 2012 auf den Markt kommen wird, entstanden. Obwohl man nicht gerne über den Tod spricht, ist ihre Mode doch ein Gedanke wert - und in der obigen Bildstrecke ein Blick. Denn wo der Mensch dereinst zu Staub geworden ist, sollten sich auch keine Schuhnieten und Reissverschlüsse mehr finden.

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