Aktualisiert 30.03.2020 12:58

Kauflust gebremst

Modebranche erwartet grosse Umsatzeinbrüche

Die Lust aufs Kleidershoppen ist den Leuten derzeit vergangen. Dies bekommt die Modebranche jetzt zu spüren – und zwar drastisch.

von
miw
1 / 5
Topmanager aus der Modebranche erwarten durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr Umsatzeinbrüche von 20 bis 25 Prozent.

Topmanager aus der Modebranche erwarten durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr Umsatzeinbrüche von 20 bis 25 Prozent.

Alejandro Garcia
Noch deutlicher als der Umsatz – nämlich um 35 bis 40 Prozent – werde das operative Ergebnis (Ebitda) einbrechen, prognostizierten die Manager.

Noch deutlicher als der Umsatz – nämlich um 35 bis 40 Prozent – werde das operative Ergebnis (Ebitda) einbrechen, prognostizierten die Manager.

Kiko Huesca
Eine Chance zur Schadensbegrenzung sehen die befragten Manager im Ausbau des Onlinegeschäfts. Hier seien Umsatzsteigerungen von 10 Prozent möglich, was aber nicht ausreicht, die generellen Ausfälle wettzumachen. Bislang entfallen rund 21 Prozent der Modeumsätze auf das Internet.

Eine Chance zur Schadensbegrenzung sehen die befragten Manager im Ausbau des Onlinegeschäfts. Hier seien Umsatzsteigerungen von 10 Prozent möglich, was aber nicht ausreicht, die generellen Ausfälle wettzumachen. Bislang entfallen rund 21 Prozent der Modeumsätze auf das Internet.

Keystone/Peter Klaunzer

Topmanager aus der Modebranche erwarten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr Umsatzeinbrüche von 20 bis 25 Prozent. Das geht aus einer Befragung von 25 Firmenchefs grosser Modekonzerne durch die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor.

Noch deutlicher als der Umsatz – nämlich um 35 bis 40 Prozent – werde das operative Ergebnis (Ebitda) einbrechen, prognostizierten die Manager. Die Modebranche kommt BCG zufolge weltweit auf einen Umsatz von 1,35 Billionen Euro.

Eine Chance zur Schadensbegrenzung sehen die befragten Manager im Ausbau des Onlinegeschäfts. Hier seien Umsatzsteigerungen von 10 Prozent möglich, was aber nicht ausreiche, die generellen Ausfälle wettzumachen. Bislang entfallen rund 21 Prozent der Modeumsätze auf das Internet.

Kein Geld nach der Krise

Mehr als die Hälfte der Befragten zeigt sich skeptisch, ob das Modegeschäft rasch wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird. Die durch die Krise ausgelöste Rezession und wachsende Arbeitslosenzahlen könnten die Kauflust nachhaltig bremsen, fürchten sie.

(miw/sda)

Fehler gefunden?Jetzt melden.