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MailandModel betäubt, entführt und im Darknet versteigert

Ein Brite hat in Mailand eine 20-Jährige unter Drogen gesetzt und eingesperrt. Dann bot er sie für 300'000 Euro im Darknet an.

von
20M
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Die Frau wurde am 11. Juli 2017 in Mailand entführt und in eine Reisetasche gesperrt. Hier eine Nachstellung durch die Polizei.

Die Frau wurde am 11. Juli 2017 in Mailand entführt und in eine Reisetasche gesperrt. Hier eine Nachstellung durch die Polizei.

Polizei Mailand
Der Entführer, ein 30-jähriger Brite, wollte das Model auf dem Darknet versteigern.

Der Entführer, ein 30-jähriger Brite, wollte das Model auf dem Darknet versteigern.

Polizei Mailand
Er brachte sie in ein abgelegenes Gebäude und sperrte sie im Schlafzimmer ein.

Er brachte sie in ein abgelegenes Gebäude und sperrte sie im Schlafzimmer ein.

Polizei Mailand

Sechs Tage dauerte das Martyrium der 20-Jährigen. Die Britin war am 11. Juli für ein Fake-Fotoshooting von Paris nach Mailand geflogen. Dort sollte sie in Nähe des Mailänder Hauptbahnhofs fotografiert werden.

Als sie zur Adresse des vermeintlichen Studios ging, wurde sie von einem Mann angegriffen. Er spritzte ihr die Droge Ketamin und fesselten sie mit Handschellen an Händen und Füssen. Darauf hievte er die Frau in einer Reisetasche in den Kofferraum und fuhr zu einem abgelegenen Gebäude, wo er sie einsperrte.

300'000 Euro in Bitcoins

Zwei Tage nach der Entführung wollte der 30-Jährige das Model im Darknet für sexuelle Dienste versteigern. 300'000 Euro verlangte er «La Stampa» dafür mindestens in Bitcoins.

Am 17. Juli kam die Frau dann unter merkwürdigen Umständen frei. Sie gab den Ermittlern an, der Entführer habe sie gehen lassen, weil er erfuhr, dass sie einen kleinen Sohn habe. Mütter seien laut den Regeln seiner Darknet-Gruppe «The Black Death» tabu.

Berüchtigte Darknet-Gruppe

Einen Tag später wurde der Entführer, ein in Polen geborener Brite, verhaftet. Die Ermittler suchen nun nach möglichen Komplizen.

Die Darknet-Gruppe «The Black Death» ist berüchtigt. Über ihre Seite können laut Berichten neben Sex-Sklaven auch Waffen, Mörder und Drogen bestellt werden. Allerdings ist unklar, ob es die Seite wirklich (noch) gibt und ob die Angebote echt sind.

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