Alba Parejo spricht offen über ihre seltene Hautkrankheit
Die 21-jährige Alba Parejo schreibt auf Instagram über Selbstliebe.

Die 21-jährige Alba Parejo schreibt auf Instagram über Selbstliebe.

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Muttermale überallModel spricht offen über ihre seltene Hautkrankheit

Die Spanierin Alba Parejo ist mit grossen Muttermalen und Narben übersät. Auf Instagram erzählt sie, wie sie gelernt hat, sich selbst zu lieben.

von
Nina Seddik

«Lieber zeige ich alles direkt von Anfang an, so dass die Leute sofort wissen, was ich habe», sagt Alba Parejo, Model und Influencerin, in einem Interview mit «Brut». Die 21-jährige Spanierin leidet seit ihrer Geburt an einer seltenen Fehlbildung der Haut, die sich kongenitaler Nävus nennt. «Das sind sehr grosse Muttermale, die überall am Körper auftreten können», erklärt Alba.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Muttermalen, die erst später entstehen, sind diese Hautveränderungen angeboren. Besonders grosse Muttermale hat die Spanierin am Rücken, Oberschenkel und Gesäss. Früher sei sie oft angestarrt und gemobbt worden: «Sie nannten mich Dalmatiner oder Alien.» Heute nennt sich Alba auf Instagram ironisch selber «Stracciatella», in Anlehnung an das Glace mit den Schoggistücken.

Rund 30 chirurgische Eingriffe

Obwohl das Krebsrisiko laut Fachpersonen gegen null geht, können die Muttermale operativ entfernt werden. Alba Parejo unterzog sich mittlerweile mehr als dreissig Operationen, die teils erhebliche Narben hinterliessen.

Operationen, auf die die junge Frau gerne verzichtet hätte: «Hätte ich wählen können, hätte ich mich gegen die Operation entschieden und die Flecken einfach behalten», erzählt sie. Letztendlich seien die Operationen das gewesen, was an der Krankheit am schwierigsten war. «Bei einem Muttermal denkt man einfach: Das ist ein grosses Muttermal.» Die Narben hingegen waren für das Model viel schwieriger zu akzeptieren.

«Eine der besten Entscheidungen meines Lebens»

Heute arbeitet die Influencerin mit grossen Marken wie Levi's und Biotherm zusammen und hat viel Akzeptanzarbeit hinter sich. In einem Post auf Instagram, wo ihr fast 50’000 Menschen folgen, erzählt sie von ihrem langen Weg.

In ihrem Beitrag «Wie ich lernte, mich selbst zu lieben» gibt Alba ihren Followerinnen und Followern wertvolle Tipps zum Thema Selbstliebe. Dazu gehört auch, dass sie sich seit ihrem 13. Lebensjahr psychologisch betreuen lässt. «Der Besuch bei einer Psychologin war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.» Sie habe ihr geholfen, sich selbst zu akzeptieren und ihre Einstellung zu ihrem Körper und zu den Menschen, die ihn kritisieren, zu ändern. «Meine Therapeutin hat mir Werkzeuge an die Hand gegeben, um mich selbst lieben zu können.»

Alba Parejo betont auch, dass ihr Umfeld sie bis auf wenige Ausnahmen unterstützt und sie normal behandelt habe. Diese Tatsache habe ihr sehr dabei geholfen, ihren Körper wohlwollend zu betrachten.

Sie spricht auch darüber, wie wichtig die kleinen Dinge des Alltags sind, die ihr gut tun: «Etwa Filme schauen, Musik hören oder mit Freundinnen verreisen», sagt sie. «Für Fotografen zu posieren war auch eine Art Therapie, die mir geholfen hat, mein Selbstvertrauen zu stärken.»

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